Sonntag, 28. Dezember 2014

[Zwischenspiel] 2014 - Höhen und Tiefen

Boah, 2014 war für mich ein Jahr voller Veränderungen, wirklich. Dadurch gab es natürlich auch Höhen, aber auch einige Tiefen waren dabei. Und da bin ich sicher nicht die Einzige.

Bei meinem Blog hat sich mein neues Leben auch bemerkbar gemacht. Ich hab ja immer gesagt, dass ich nur so viel zum Bloggen komme, weil ich Studentin bin. In dem Fall Studentin ohne Perspektive ;) Jetzt bin ich das nicht mehr, sondern stattdessen Azubine, und dementsprechend komme ich auch nicht mehr so oft zum Bloggen wie früher. Gerade jetzt habe ich aktuell einen kleinen Stapel zum Rezensieren neben mir liegen :P Zum Lesen komme ich nämlich immer noch ziemlich viel ;)

Ich werde keinen so detaillierten Rückblick machen, sondern euch nur mal mein Jahreshighlight nennen:

Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem IKEA-Schrank feststeckte - Romain Puértolas





Ja, das Buch hat mich wirklich amüsiert und beim Nachdenken, für welches Buch ich mich entscheide, kam mir das als Erstes in den Sinn.
=> Zur Rezension zum Nachlesen

Auch Cosplay-technisch passierten natürlich nicht ganz sooo viel. Neu erstellt wurde nur Tsunade:




Überarbeitet wurde noch ein bisschen mehr, aber Shootings gab es da noch keine.

Der Blog selbst hat auch ein etwas neues Gewand bekommen. Noch bin ich nicht ganz fertig, aber meinen neuen Banner liebe ich! Passend dazu gab es auch dieses kleine Schätzchen:





Ehrlich gesagt, 2014 ist so viel passiert, dass ich manchmal gar nicht weiß, wie ich dieses turbulente Jahr in Worte fassen soll.

Wie war euer Jahr 2014? Und was war euer Lese-Highlight? (Passend dazu solltet ihr auch unbedingt bei dieser Aktion von His&Her Books durchschauen!)

Ich wünsche uns allen ein traumhaftes Lese-Jahr 2015!





Dienstag, 16. Dezember 2014

[Zwischenspiel] Bloggertreffen im Main/Neckar-Kreis

Ihr Lieben, das war ja schon einmal Thema und jetzt habe ich es immerhin mal geschafft, eine Facebookgruppe zu eröffnen.
Ihr habt ebenfalls Interesse an einem Treffen im Raum Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen? Schaut hier vorbei oder meldet euch auf meiner Facebook-Seite bei mir!

Und damit das hier nicht so bildlos ist. Random-Cosplay-Bild, was ihr schon kennt, aber den Beitrag bebildeter macht :D
Ah, Cosplay-Progress-Bild:






Katniss' Jacke. Sie ist nach einem Jahr endlich fast fertig, nur noch ein Gummi in der Taille einziehen und das wars. Ist das nicht der Wahnsinn? :D
Und dann noch die Pfeiltasche fertig machen und das wars dann. Dann brauch ich nur noch Bilder. Und Zeit, um Bilder zu machen xD

Freitag, 12. Dezember 2014

[Rezension] Mona - Dan T. Sehlberg





Titel: Mona
Autor: Dan T. Sehlberg
Original: Mona
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-642-04613-7
Preis: 16,99€
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Autor


Dan T. Sehlberg, Jahrgang 1969, MBA der Stockholm School of Economics, in den 80ern Mitglied der Rockband Nova, hat mehrere IT- und Internetfirmen gegründet. Seinem Debütroman Mona soll 2014 ein zweiter Thriller um Professor
Eric Söderqvist folgen. Dan T. Sehlberg lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Stockholm.

Inhalt

»Mind Surf« ermöglicht es, allein mit Gedankenkraft im Web zu surfen. Hanna, die Frau des Erfinders Eric Söderqvist, probiert das revolutionäre neue System aus – und fällt in ein lebensbedrohliches Koma. Derweil verbreitet sich Mona, ein aggressiver Computervirus, im israelischen Bankensystem. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen?
Eric Söderqvist, Informatikprofessor aus Stockholm, hat »Mind Surf« erfunden – ein gedankengesteuertes System, das die Bedienung von Computern von Grund auf verändern kann.
Der Libanese Samir Mustaf ist ein früherer MIT-Professor, dessen Tochter Mona von einer israelischen Splitterbombe getötet wurde. Er hat den komplexesten Computervirus – Mona genannt – entwickelt, den die Welt je gesehen hat. Mit ihm soll ein Cyberangriff auf Israels Finanzsystem unternommen und das Land destabilisiert werden.
Eric ist, auch wenn alle ihn für verrückt erklären, davon überzeugt, dass seine Frau, die für eine israelische Bank in Schweden arbeitet, von dem Computervirus infiziert wurde. Um sie zu retten, gibt es nur einen Weg: Er muss den Erfinder des Virus ausfindig machen.
Während Eric die Jagd auf seinen akademischen Gegenpart Samir aufnimmt, wobei ihm Mossad wie Hisbollah und zu allem Überfluss auch das FBI stets auf den Fersen sind, fordert in Stockholm der mysteriöse Virus sein erstes Opfer, und Hannas Zustand verschlechtert sich zunehmend ...

Erster Satz

Das kleine Mädchen in dem hübschen Kleid ging ein großes Wagnis ein.

Meine Meinung

Ich hatte den Klappentext gelesen und dachte nur: Das musst du lesen. Im Nachhinein muss ich sagen: Da hat die Inhaltsgabe mehr versprochen als sie halten konnte. Mich konnte das Buch nicht überzeugen und auch nicht fesseln. Da war Hanna, die litt und immer kranker wurde, da war Jens, der beste Freund, der immer wütender wurde, da war Samir, der geniale Computermensch, dessen Motive so schnell klar wurden, dass es echt langweilig war, und natürlich Eric, der durch Zufälle immer wieder auf die richtige Fährte stolpert. Denn Ermittlungsarbeit kann man ihm nicht zusprechen, da hat der Professor eher Glück im Unglück im Glück und so weiter. Das alles wird gekrönt von viel zu vielen Sichtweisen, die man im Verlauf des Buchs erlebt und einem Stil, der trocken ist, allerdings ohne jegliche Form von Humor...

Aber noch mal im Einzelnen, ich fang mal mit der Sprache an. Wie bereits erwähnt, fand ich diese trocken, knöchern und nicht fesselnd. Natürlich sind gerade die Teile, in denen es um die technischen Hintergründe des Virus geht (oder auch von Erics 'Mind Surf'-Programm) nicht anders zu lösen. Das ist auch akzeptabel, aber zumindest in den anderen Passagen hätte ich mir doch etwas mehr Spannung gewünscht, denn leider ging es so trocken weiter. Selbst in einer recht leidenschaftlichen Szene war nur der Inhalt lebendig, doch das Stilistische bleibt zurück.

Auch inhaltlich bleibt die Geschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Ich weiß nicht, woran das liegt, denn letztlich passiert genau das, was der Klappentext prophezeit. Dennoch fehlt da der Kick, das Besondere, das, worauf ich gehofft hätte. Für meinen Teil kann ich sagen, dass es bei mir an den vielen verschiedenen Parteien liegt. Der Moussad, die Bank, Hanna, Samir, und, und, und. Es wurde immer mehr und irgendwann war mir das einfach zu kleinteilig. Das hat nicht zur Erhöhung der Spannung beigetragen, sondern diese eher verzögert. Manchmal kann man auch einfach zu sehr ins Detail gehen.

Eric als Figur war auch nicht ganz stimmig für mich. Einerseits war er total wild darauf, die Lösung zu finden, dann total verängstigt und zögerlich und unsicher. Außerdem gibt es Szenen, in denen er, der geniale Computer-Experte und Professor, einiges vergisst, was selbst ich als Laie bedenke. Und das liegt definitiv nicht nur an seiner Angst um Hanna. Nur so konnte die Geschichte vorangehen, aber... gut getan hat es ihr nicht. Die anderen Figuren bleiben eher farblos, selbst Samir, der einen traurigen, aber eben vorhersehbaren Hintergrund hat, ist einfach langweilig und uninteressant.

Fazit

Wer Politthriller und so visionäre Geschichten mag und sich auch nicht von einem etwas trockeneren Stil abschrecken lässt, mag hier sicher eine spannende Geschichte finden, doch ich persönlich konnte kaum Positives abgewinnen, außer einer Figur, die allerdings ein Spoiler ist und bleibt.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 11. Dezember 2014

[Rezension] Bienensterben - Lisa O'Donnell





Titel: Bienensterben
Autor: Lisa O'Donnell
Original: The Death of Bees
Verlag: Dumont
Erschienen: November 2014
ISBN: 9783832162924
Preis: 9,99€
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Autor

Lisa O’Donnell wurde für ihr Drehbuch ›The Wedding Gift‹ mit dem Orange Screenwriting Prize ausgezeichnet.
Für ihren Debütroman ›Bienensterben‹ (DuMont 2013) erhielt sie 2013 den Commonwealth Writers’ Prize. Lisa O’Donnell lebt mit ihren zwei Kindern in Schottland.

Inhalt

Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.

Erster Satz

Izzy hat mich Marnie genannt, nach ihrer Mutter.

Meine Meinung

Beeindruckend. Definitiv ein Buch, das einen fesselt und bewegt. Ich fand es beeindruckend mit seiner düsteren Seite und diesen Lügen, die sich aufbauen. Einfach nur beeindrucken. Marnie ist die erste Ich-Erzählerin, zwei weitere, darunter ihre Schwester, folgen noch. Und ihre Schwester, Nelly, ist eigentlich mein einziger Wermutstropfen. Eigentlich ein genial angelegter Charakter mit ihrer Sprache und ihren Ansichten, aber dennoch hatte ich beim Lesen ihrer Passagen nicht dieses Mitfühlen und Mitleiden, dass sowohl Marnie als auch der dritte Erzähler, den ich euch nicht vorweg nehmen möchte, ausgelöst haben. Sprachlich gesehen war Nelly sicher die Interessanteste und charakterlich gesehen eigentlich auch, doch ich brauche - gerade bei Ich-Erzählern - einfach dieses Identifikationsgefühl. Da Nelly eben ein sehr verquerer und eigenwilliger Charakter ist, konnte ich persönlich dieses Gefühl eben nicht finden. Aber im Ernst, das ist Meckern auf sehr hohem Niveau und wirklich das Einzige, was mich gestört hat.

Die Sprache an sich, nicht nur Nellys Wortwahl, gefällt mir richtig gut. Es ist teilweise echt derb, aber es passt einfach zu der Geschicht und hat etwas Ehrliches, etwas Wahrhaftiges. Auf alle Fälle verstärkt die Sprache der Ich-Erzähler die Eindringlichkeit und die Düsterkeit und auch das Verlorene der Geschichte. Genau so empfinde ich es speziell bei Marnie: Da ist so eine Verlorenheit, ein Alleingelassensein, ein Verzweifeln und das bringt die Autorin richtig eindringlich an mich als Leserin rüber!

Inhaltlich bleibe ich dabei, diese Geschichte ist einfach beeindruckend. Sie lebt mit wenig Charakteren, dafür sind sie umso intensiver. Diese gesamte Geschichte ist einfach intensiv, da fällt es mir doch schwer euch das zu beschreiben, was ich beim Lesen von Bienensterben erlebt habe. Ich habe einfach so mitgefühlt und wurde so in den Bann dieser dunklen, dramatischen, aber teils fast zu realistischen Geschichte gezogen, das lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Lisa O'Donnell hat hier ein richtiges Lesehighlight verfasst.

Fazit

Was für ein Buch! Auch wenn ich wegen dem Charakter Nelly etwas abziehen werde, war das Buch einfach unglaublich. Mir wurde teilweise schlecht, weil ich so mit Marnie und ihrer Schwester mitgelitten habe und mich dieses Schicksal so bewegt habe. Unglaublich und unglaublich bewegend!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] Monument 14. Die Flucht - Emmy Labounre





Titel: Monument 14 - Die Flucht
Autor: Emmy Labourne
Original: Monument Fire: Sky on Fire
Band: 2
Verlag: Heyne
Erschienen: Mai 2014
ISBN: 978-3-453-53455-1
Preis: 8,99€
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Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA getroffen und weite Teile des Landes verwüstet hat, stranden vierzehn Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Der Strom fällt aus, die Zivilisation bricht zusammen, und aus einer nahen Chemiefabrik entweicht eine gefährliche Giftwolke. Dann dringt das Gerücht durch, dass die Überlebenden von Denver aus ausgeflogen werden. Die Jugendlichen bestimmen eine Gesandtschaft, die sich nach Denver durchschlagen soll. Der Rest von ihnen bleibt zurück, darunter der eher schüchterne Dean, der sich früher immer aus allem herausgehalten hat. Als sie von einem gewalttätigen Einbrecher bedroht werden, muss Dean über sich selbst hinauswachsen …

Erster Satz

An denjenigen, der diesen Brief findet:

Ich hätte da eine Matheaufgabe für Sie.

Meine Meinung

Und ich so nach dem letzten Band: Will. mehr. Will. Unbedingt. Mehr. Und da bekam ich mehr mit diesem Band und habe ihn wieder komplett verschlungen! Ich finde diese Reihe einfach mitreißend und fesselnd und freu mich jetzt schon auf den nächsten Band! Gott, was gibt es Besseres als eine Reihe, die einen so mitnimmt? Eigentlich nichts!

Zum Buch an sich: Dieses Mal gibt es neben Dean mit Alex einen zweiten Ich-Erzähler, eine Neuerung, die mir ziemlich gut gefällt, eigentlich sogar sehr gut. Alex hat eine ganz andere Sichtweise, die nicht ganz so menschennah ist, er ist nicht so fähig, mit Menschen umzugehen, sein Ding sind Maschinen. Dennoch meistert seine Situation ziemlich gut und - auch wenn er sich entwickelt - verändert sich seine Persönlichkeit nicht.
Ich muss sagen, dass ist etwas, was mir allgemein gut an diesen Büchern gefällt: Die Gruppendynamik entwickelt sich einfach unglaublich, dieser Zusammenhalt wirkt realistisch, aber dennoch behalten alle ihre Persönlichkeit. Keiner verändert sich vollkommen, bloß weil da diese (auf gut Deutsch) scheiß Situation ist. Es gibt Entwicklungen, aber dennoch wird Alex sicher nie Psychologe und Dean nicht plötzlich zum Superhelden. Doch es gibt so entzückende Beziehungen und Momente, die einem das Herz aufgehen lassen. Da muss ich einfach mal vorweg greifen und einen Namen erwähnen: Mario. Diese Figur finde ich großartig und hoffe, dass im dritten Band noch mehr mit ihm kommt.

Die Sache mit Josie fand ich... zu viel des Guten, das hätte nicht auch noch passieren müssen, aber ansonsten hat mich auch dieses Mal der Inhalt mitgerissen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und wo ich aufhören soll, weil mich so vieles hier begeistert hat! Grundsätzlich fesselt mich immer noch die Idee mit den unterschiedlichen Reaktionen auf das Gift und wie die Autorin es schafft, diese zu beschreiben, ohne es zu dramatisieren. Auf der Flucht läuft eben nicht alles glatt und es gibt Reaktionen darauf und allein die Beschreibungen fand ich toll. So Kleinigkeiten können mich einfach glücklich machen ;)
Und da gibt es noch mehr, was mich glücklich macht. Allein, wenn ich darüber nachdenke, was ich schreiben könnte, möchte ich das Buch eigentlich noch mal lesen. Aber zugleich möchte ich eigentlich erst den nächsten Band lesen, am liebsten alle drei!

Fazit

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich liebe diese Reihe, was für ein Highlight. Im Prinzip möchte ich nur eines sagen: Versucht es mal mit Band 1 und lasst euch auch begeistern, vielleicht kann euch diese Dystopie ja überzeugen.

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 3. Dezember 2014

[Rezension] Und morgen du - Stefan Anhem





Titel: Und morgen du
Autor: Stefan Anhem
Original: Offer utan ansikte
Band: 1
Verlag: List
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-471-35105-5
Preis: 16,99€
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Autor

Stefan Ahnhem, geboren 1966, ist ein bekannter schwedischer Drehbuchautor, unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm. Und morgen du ist sein erster Roman und der erste Teil einer Krimiserie um den Kommissar Fabian Risk.


Inhalt

Kommissar Fabian Risk kehrt nach Jahren in Stockholm zurück in seine beschauliche südschwedische Heimatstadt Helsingborg. Doch noch bevor er und seine Frau die Umzugskisten öffnen können, bitten ihn seine neuen Kollegen in einem Mordfall um Hilfe. Ein Mann wurde geradezu hingerichtet, seine Hände abgehackt. Risk kennt das Opfer. Und das ist erst der Beginn einer brutalen Mordserie. Bald taucht der nächste Tote auf. Auch diesmal grausam verstümmelt. Alle Opfer gingen in Risks Klasse. Ein alter Schulfreund nach dem anderen stirbt …

Erster Satz

Im Herbst 2003 führte der Psychologe Kipling D. Williams ein Experiment zu sozialer Ächtung durch.

Meine Meinung

Mir geht gerade ein Licht auf... beim Abtippen des ersten Satzes hat sich ein Kreis geschlossen, von dem ich nicht mal wusste, dass er offen ist! Da hatte ich aber so was von ein Brett vor dem Kopf.

Aber gut, kommen wir zu dem für euch interessanten Teil und das nicht der über meine Erkenntnisse, oder? ;)

Und morgen du ist der Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe, wobei ich anfangs tatsächlich das Gefühl hatte, dass ich mitten in eine Reihe reinlese. Fabian Risk, der Protagonist, kommt aus familiären und beruflichen Gründen zurück in seine alte Heimatstadt. Beide Probleme wurden immer wieder angeschnitten, aber nicht richtig ausgeführt. Im Nachhinein denke ich, dass da sicher noch Bände folgen werden, die das ausführen und auch die Personen detaillierter vorstellen, die hier in der aktuellen Geschichte teilweise am Rand vorkamen, dabei aber doch darauf verweisen, dass sie in Risks Leben schon eine große Rolle gespielt haben.

Zum Text an sich: Er ist so aufgebaut, dass sich immer wieder Tagebucheinträge von einem namenlosen Jungen zwischen der Story befinden. Diese sind teilweise richtig deprimierend, noch öfter jedoch beängstigend. Den Hauptteil der Geschichte erleben wir durch Risk (keine Ich-Form!) selbst, doch es gibt immer wieder Szenen, in denen es einen anderen Hauptdarsteller gibt. So kriegen wir auch einige der Morde mit, was natürlich auch ganz spannend ist.

Fabian Risk ist ein sehr... er ist ein Mann mit... er ist aktuell für mich wohl nicht leicht zu beschreiben. Er ist ein guter Ermittler, er liebt seine Familie trotz allen Problemen, kann aber absolut nicht mit seinem Sohn umgehen. Er ist eben auch ein Einzelgänger und das merkt man an seinen Ermittlungen, dabei erschafft er auch einige gefährliche Situationen. Da dies ein spezieller Fall für ihn ist, immerhin ist seine alte Klasse das Ziel des Mörders, kann man noch nicht sagen, ob das auch immer so sein wird, doch hier hätte er sich ruhig etwas mehr Unterstützung holen können.

Der Fall an sich hat mich überrascht. Zumindest gegen Ende, doch ich kann jetzt auch nicht sagen, dass ich das Buch einfach so weggesaugt habe. Ich wollte wissen, wie es endet, konnte es jedoch auch mal problemlos zur Seite legen. Definitiv ein guter Krimi, wenn mir auch noch etwas mehr Mitreißen gefehlt hätte. Zusammen mit Fabian Risk hat man recht früh einen Verdächtigen und es ist auch tatsächlich so, dass man immer auf einer Wissensebene mit ihm war, zumindest was die Identität des Täters angeht. Nur am Ende hat man wirklich einen Vorsprung.

Mir hat das Ende richtig gut gefallen. Ich würde euch gerne verraten, warum, aber das wäre ja unspannend, oder? Nur ein Wort: Frauenpower. Doch nicht nur diese, auch die letzten Szenen und die Erkenntnisse, die unser Protagonist hat, haben mir doch zugesagt.

Fazit

Und morgen du ist definitiv ein guter Krimi, der auch einige detaillierte Mordbeschreibungen zu bieten hat, doch wer Thrill und Blut sucht, ist hier nicht ganz bedient. Für mich war es dadurch genau das Richtige. Auch Familie, Freunde und zwischenmenschliche Beziehungen werden hier groß geschrieben, was natürlich auch an Risks persönlicher Beteiligung am Fall liegt. Durchaus lesenswert.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Montag, 1. Dezember 2014

[Kommentar] Süße Sünden - Kira Licht

Bildquelle
Erster Satz

"Ich glaube, ich bin ein Hobbit", sagte ich und wackelte mit meinen nackten Zehen. "Ich habe Haare auf den Füßen."












Meine Meinung

Ich habe das Gefühl, ich bin nicht die einzige, die dieses Buch besitzt, hm? Ja, ich spiele da auf was an, aber egal, zurück zum eigentlichen Thema, dem Buch: Süße Sünden ist ein solider Liebesroman, der besonders die Mädels, die ein Faible für gute Freundschaften und Frauenrunden haben, ansprechen wird.

Maya, unsere Ich-Erzählerin, hat zwei gute Freundinnen und ein Love-Interest, nämlich den Ladenbesitzer von gegenüber, und das gibt natürlich schon Verwicklungen genug. Hinzu kommt, dass sie nicht unbedingt die begabteste Flirterin ist und sich doch eher ungeschickt anstellt, etwas, das ich als Leserin nur zu nachvollziehen kann ;) Allein durch die Ich-Form kann man sich natürlich gut in Maya einfühlen und ihre ungeschickten Momente sowie ihr trockener Humor tragen da noch einiges dazu bei.

Dann kommt der Besuch in dem Single-Hotel und ernsthaft, manche der Figuren waren überzeichnet, doch dann hat es auch wieder gepasst. Und schließlich kam es hier auch zu dem Moment und der Entwicklung, die mich tatsächlich überraschen konnte. Das war eine Wendung, die auch ich als Liebesromanleserin nicht vorhergesehen habe, die mir aber total gut gefallen hat! Ich werde auch nicht zu viel darüber sagen, okay, eigentlich gar nichts, außer: Da war Atmosphäre, da hats geknistert und da hat die Prinzessin und kleine Mädchen in mir sich gewünscht, dass mir nur halb so was Tolles passiert!

Das Buch liest sich gut und in einem weg, der Schreibstil ist leicht und es passt, denn diese locker-leichte Geschichte braucht auch keinen komplizierten Stil. Für mich sind diese Bücher einfach eine Auszeit und machen daher Spaß. Auch hier war ich schnell drin und schnell durch.

Fazit

Ein locker-leichter Liebesroman, der Spaß macht und sogar überraschen kann. Zwar hatte ich die Ahnung, dass da was passiert, aber DAS hat mich dann doch im positiven Sinne verblüfft und träumen lassen.

Sonntag, 23. November 2014

[Manga-Rezension] Classroom Assassination - Yusei Matsui





Titel: Assassination Classroom
Autor: Yusei Matsui
Original: Ansatsu Kyoushitsu
Band: 1
ISBN: 978-3-551-73942-1
Genre: Schulmanga, Fantasy, Ende der Welt
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 5,95€
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Autor

Yusei Matsui stammt aus der japanischen Präfektur Saitama. 2004 gewann er mit seinem Manga MAJINTANTEI NOUGAMI NEURO (dt.: Dämonen Detektiv Nougami Neuro) den 12. Juniketsu Mangapreis für Newcomer. Das war der Beginn seiner Karriere als professioneller Mangakünstler.

Inhalt

Ein übermächtiges Tentakelmonster mit Smileygesicht droht die Erde zu zerstören.
Aber erst nächstes Jahr... Bis dahin unterrichtet das Monster die Klasse 3-E der Kunugigaoka Junior Highschool.

Zeichenstil


Dieser Manga hat einfach etwas locker-leicht Flockiges. Der Zeichenstil wirkt auf mich einfach weich und ja... leicht, besser kann ich es nicht beschreiben. Er passt einfach zu einem Schulmanga.
Dazu gibt es gute Hintergründe und einen tollen Einsatz von Rasterfolie. Grundsätzlich trifft dieser Manga absolut meinen Zeichengeschmack und ist für mich ein richtiger Augenschmaus.
Besondere Erwähnung verdient hier natürlich unser Smiley! Der ist klasse, die unterschiedlichen Reaktionen und die unterschiedlichen Schattierungen, um bestimmte EMotionen und Situationen herauszuarbeiten... das ist nicht leicht, aber ich kann willkürlich eine Seite aufschlagen und genau sagen, in welcher Stimmung der meist lächelnde Smiley ist, weil der Zeichner viel mit Schattierungen arbeitet.

Meine Meinung

Ich liebe es. Ich finde diesen Manga genial. Das fängt eben schon beim Zeichenstil an, der meinen Geschmack trifft, doch dann ist da auch noch der Humor, der bei mir voll ins Schwarze trifft. Ich meine, ernsthaft? Da ist ein Alien-Smiley, das die Erde vernichten will, aber vorher doch noch ein Jahr als Lehrer arbeitet und den Schülern wirklich etwas vermitteln kann.

Viel erwartet hatte ich mir von diesem Manga nicht, aber es ist doch immer so, dass gerade diese Bücher oft eine total positive Überraschung sein können. Diese Geschichte macht einfach Spaß: der Kampf gegen den Lehrer, die Situationen, in denen der Lehrer dann wirklich für seine Schüler da ist, die Planungen, die Zeichnungen, die Alltagssituationen. Mir hat dieser Manga richtig Spaß gemacht. So viel Spaß wie schon lange kein Manga mehr.

Dieser Lehrer ist besser als manch menschlicher Lehrer und (lacht jetzt ruhig oder wundert euch) ich wünschte mir, ich hätte einen so guten Lehrer gehabt. Wirklich, wirklich toll.

Fazit

Absolute Leseempfehlung! LEST! DIESEN! MANGA!

Bewertung




Quellen:

[Manga-Rezension] Lost CTRL - Evelyne Park





Titel: Lost CTRL
Autor: Evelyne Park
Band: 1
ISBN: 978-3-551-77688-4
Genre: Dystopie, Mecha
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 6,95€
 
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Autor

Evelyne Park (geb. Bösch) wurde 1989 in Basel geboren und studierte Wissenschaftliche Illustration in Zürich, wo sie im Juni 2013 ihren Abschluss machte.

Inhalt


In nicht allzu ferner Zukunft starten Experimente, um Menschen direkt mit dem Internet zu verbinden, ohne dass sie von externen Geräten wie Computer und Smartphones abhängig sind. Datenchips und Empfänger werden ins Nervensystem eingepflanzt. Während ein Großteil der Bevölkerung die Veränderungen interessiert mitmacht, bildet sich Widerstand unter der Führung von Nium, einem berühmten Autor, der Kritik an der Vernetzung äußert.
Schon bald muss er sich in den Untergrund flüchten, begleitet und beschützt von seiner Geliebten, Scarlett, die als sein Bodyguard agiert - obwohl sie sich nur ein paar Jahre zuvor selbst als Versuchsperson für die digitalen Experimente zu Verfügung gestellt hatte.
Es beginnt eine Zeit, in der das Einbauen von Chips obligatorisch wird. Die Widerstandsgruppe ist hoffnungslos in der Unterzahl, und Nium und Scarlett sollen in die Zukunft flüchten, um dort den Kampf neu aufzunehmen.
Doch der Plan schlägt fehl und Scarlett erwacht alleine, 100 Jahre später als geplant. Desillusioniert und einsam schließt sie doch bald die winzige verbleibende Gruppe von Rebellen in ihr Herz. In Niums Andenken, und um ihren Platz in der Zukunft zu finden, beginnt sie einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen das unterdessen alles umspannende, unkontrollierbare Netzwerk...

Zeichenstil


Oh, das Cover finde ich schon mal richtig, richtig schön. Ich könnte dieses Bild stundenlang anschauen und mag insbesondere die Lippen und die Augen. Scarletts Lippen haben mir es aber besonders angetan. Ganz oft sind Lippen einfach nur ein Strich, doch Evelyne Park stellt diese besonders schön dar: Ich mag es, wenn die Lippen eben auch nach Lippen aussehen. So... genug gelippt.
Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es recht wenig Hintergründe gibt. Oft agieren die Figuren vor einem weißen Hintergrund. Oder alternativ eben auch einem komplett schwarzen. Ich persönlich oute mich jetzt mal als Fan von Hintergründen, auch gerne sparkelige Hintergründe, die kitschig sind. Doch zumindest ein bisschen Hintergrund sollte es schon sein für mich. Daher irritiert mich diese sehr klare Linie etwas. Rasterfolien setzt die Zeichnerin recht selten ein, dafür nutzt diese allerdings in sehr passenden Situationen.
Die Figuren muten manchmal durchaus etwas realistischer an und sind nicht mit übertrieben großen Augen oder Brüsten oder besonderen Muckis und Taillen ausgestattet, das finde ich richtig gut.

Meine Meinung

Klappentext und Cover haben mich hier zum Kauf des Mangas überzeugt. Das klang alles einfach richtig super und spannend, doch packen konnte mich die Geschichte nicht. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich keinen richtigen Zugang zu Scarlett fand. Ihre Geschichte ist zwar ganz gut und eigentlich hat sie auch alles, was mir gefallen würde, doch mir fehlt dieser Funke, der einfach überspringen muss, damit ein Buch oder in diesem Fall ein Manga mich fesselt.

Doch auch die Charaktere, die Scarlett in der Zukunft trifft, bleiben für mich etwas farblos (... ja, es ist ein Schwarz-Weiß-Manga, aber ihr wisst ja, was ich meine, ne?). Am Anfang habe ich sogar zwei der Kerle miteinander verwechselt und war dann dezent verwirrt, was das Ganze denn soll. Gut, da habe ich nicht aufgepasst, aber zeigt eben zeitgleich auch, dass da besondere Kennungsmerkmale doch noch fehlen.

Fazit

Der Zeichenstil ist durchaus schön und lässt sich gut ansehen, aber auch wenn die Geschichte gut ist, fehlt mir das gewisse Extra, der gewisse Bäm, der mich einfach fesselt. Grundsätzlich gute Geschichte, die mich jedoch nicht überzeugen kann.

Bewertung


Quellen:

Samstag, 22. November 2014

[Rezension] Die hohe Kunst des Bankraubs - Christopher Brookmyre





Titel: Die hohe Kunst des Bankraubs
Autor: Christopher Brookmyre
Original: The Sacred Art of Stealing
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN:978-3-462-04697-7
Preis: 8,99€
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Autor

Christopher Brookmyre, geboren 1968 in Barrhead bei Glasgow, wurde bereits mit diversen Krimipreisen ausgezeichnet. Auf Deutsch ist von ihm Wer schlafende Hunde weckt (Galiani Berlin) erschienen. In Großbritannien stieg er zuletzt mit dem Roman Bedlam in die Welt der Computerspiele ein und landete direkt auf Platz 7 der Hardcover-Fiction-Bestsellerliste.

Inhalt

Banküberfall als Kunstperformance: Fünf Gestalten mit Clownsmasken dringen in eine Glasgower Bank ein, einer wirbelt im Salto über die Schutzabsperrung, alle haben plötzlich Waffen in der Hand, und ihr Anführer verkündet freundlich: »Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, Sie nehmen teil an einem Banküberfall.« Die Ganoven bespaßen ihre Geiseln mit einer Theatervorführung von »Warten auf Godot«, während der Safe-Computer geknackt wird; am Ende gibt es noch ein Kunstgemälde-Raten für alle. Die ermittelnde Polizistin Angelique de Xavia, Single, vom Chef gedisst, an diesem Tag 30 geworden, hat ohnehin schon einen schlechten Tag, als sie auch noch im Alleingang die Bank verwanzen soll. Doch dann trifft sie auf Zal, den Anführer der Bande – und schon vor der spektakulären Flucht der Gangster lassen sich Angelique und Zal auf eine für beide riskante Affäre ein. Keiner kann dem anderen trauen, und sicher ist nur, dass der Bankraub erst der Auftakt für einen noch viel größeren Coup ist, ein täuschungstechnisches Großkunstwerk.

Erster Satz

Wurde auf dieser oberflächlichen Globalkonzern-Tall-Skinny-Latte-Kiddy-Meal-mit-Spielzeug-United-Colors-of-Fuck-You-too-Plastikwelt irgendetwas so unterschätzt wie ein guter alter gekaufter Blowjob ohne Extras?

Meine Meinung

Das war mal ein amüsanter Krimi... wirklich. Teilweise zumindest, manchmal jedoch war er mir auch wirklich zu anstrengend. Normalerweise habe ich ein Faible für eine Sprachverwendung wie diese hier, aber in diesem Buch fand ich es teilweise doch ermüdend. Nach dem ersten Satz war ich amüsiert, doch irgendwann wurde mir das zu viel. Vor allen Dingen immer wieder dann, wenn Harry am Zug ist und über die Vorteile eines Blowjobs sinniert. Da habe ich dann oft abgeschaltet und die Sätze gar nicht richtig wahrgenommen.

Womit ich auch ein Problem hatte, waren die Namen. Peinlich, aber wahr. Das war nicht immer leicht, dann noch der Geschichte zu folgen. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht alle Charaktere sonderlich detailliert ausgearbeitet fand. Ach verflixt, Leute, ich habe Teile der Handlung deshalb nicht kapiert. So ist es nämlich eigentlich. Ich gestehe. Der Stil und die Namen und die fehlende Charaktertiefe haben dafür gesorgt, dass mein Gehirn abgeschaltet hat und ich euch nun deshalb nicht wirklich sagen kann, was der Hintergrund dieses Krimis war.

Dennoch bleibe ich dabei, dass es wirklich amüsante Stellen gab und Momente, in denen mir das Lesen richtig Spaß gemacht hat. Der Banküberfall an sich und die Begegnung zwischen Angelique, ihren Kollegen und den Räubern, das waren die Momente, die ich toll fand. Davon hätte ich gerne mehr gelesen. Auch die Zeugenberichte fand ich gut, nur die Rahmenhandlung, die hat mir eben nicht zugesagt. Die hat mir so wenig zugesagt, dass ich mich nicht mal konkret daran erinnern kann...

Da die Charaktere nicht so ausgearbeitet sind, kann ich jetzt nicht so viel sagen. Angelique war eine typische düstere einzelgängerische Polizistin. Die Bankräuber waren ganz amüsant und ihre Shows echt eine geniale Idee. Dieser Banküberfall an sich... echt super! Diese Ideen, diese Kreativität, das war der Part, der mich hier echt überzeugt hat!

Fazit

Der Rahmen war mir zu... anstrengend und konnte mich daher nicht überzeugen, aber der Banküberfall und die Geschichte mit Angelique und dem Bankräuber, die haben mir richtig gut gefallen, daran hatte ich Spaß, davon hätte ich gerne mehr gelesen!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 21. November 2014

[Rezension] Monument 14 - Emmy Labourne





Titel: Monument 14
Autor: Emmy Labourne
Original: Monument 14
Band: 1/3
Verlag: Heyne
Erschienen: Januar 2014
ISBN: 978-3-453-41163-0
Preis: 8,99€
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Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

Erster Satz

Deine Mutter kreischt, dass du gleich den Bus verpasst.

Meine Meinung

Uiuiui, ich will mehr davon! Ich will weiterlesen, dieses Ende... dieses Buch hat mich überraschenderweise aber mal so richtig gefesselt. In letzter Zeit war ich ja etwas lustlos, meinen SuB anzugehen und habe mich lieber in ReReads vertieft. Und dann kam dieser Morgen, an dem ich einfach irgendein Buch aus dem Regal gezogen habe, weil ich das vorherige ausgelesen hatte. Ich hatte also im Prinzip keinerlei Erwartungen an Monument 14, da ich einfach nur aus Zufall nun das Buch gelesen habe. Und das war vielleicht das Beste was mir damit passieren konnte, denn mit einem mal wurde ich von Emmy Labourne in die Geschichte geschmissen. Die ersten zwei Seiten waren noch so: Hö? Und dann ging es schon los und ich habe mich geärgert, dass mein S-Bahn-Fahrt nur so kurz war! Kennt ihr das? Wenn ein Buch so gut ist, dass ihr einfach nur weiterlesen wollt? So ging es mir hier. Ich konnte es nicht zur Seite legen, bis ich durch war und jetzt will ich mehr.
Und jetzt gestehe ich euch: Ich habe nicht gewusst, dass mich hier - mal wieder - eine Trilogie erwartet. Jaaaa... ups und so, ne? Aber letztlich ist das egal, weil ich das Buch sonst vielleicht nicht gelesen hätte und das wäre doch ziemlich schade.

Fang ich mal mit Protagonist und Ich-Erzähler Dean an: Er ist ruhig, er reagiert am Anfang überraschend schlecht und das macht ihn mir sympathisch. Er wird nicht gleich zum Retter und Superhelden, sondern übernimmt eine Rolle, die man so vielleicht nicht von einem Kerl erwarten würde. Mit seiner ruhigen, zurückhaltenden Art ist mir Dean ans Herz gewachsen und das natürlich auch, weil man so einen tiefen Einblick in sein Seelenleben hat, da sage ich doch glatt nur: Astrid.
Doch durch Dean lernt man auch die anderen zu schätzen, den einen vielleicht mehr und den anderen weniger. Ich mag Max! Max ist so entzückend ehrlich. Allgemein sind die Kleinen wirklich wundervoll dargestellt, ich finde sie allesamt niedlich und bewundernswert, auch Batiste. Doch am meisten überrascht haben mich die beiden Zwerge am Schluss, wirklich - auch wenn ich euch das nun natürlich nicht verrate.

Es geht hier darum, dass diese Kinder sich zusammenraufen und versuchen, einen Weg zu finden, zu überleben. Die Welt geht hier praktisch unter und auch wenn ich die genauen Gründe dahinter hier nicht kennen lerne, hat mich das nicht sonderlich gestört, dazu hat mich die Situation an sich zu sehr in den Bann gezogen. Manchmal fand ich das mit dem Giftgas und den Blutgruppen irgendwie interessant, manchmal auch seltsam. Aber egal... ich finde toll, wie die Gruppe agiert und was sich ergibt, wer sich als was entpuppt und welche Spannungen entstehen können.

Der Schluss. Der Schluss war so uaaaaah! Das zumindest war meine Reaktion. Nicht sonderlich intelligent, oder? Aber wenn ein Buch mich total fesselt und in den Bann zieht, dann bin ich nicht sonderlich intelligent nach Beenden des Buchs. Lasst es mich mal so sagen: Das Ende hat mich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es ist eine interessante Wendung... okay... ich bleib bei meiner wenig intelligenten Reaktion: Es ist UAAAAAH!

Fazit

Monument 14 konnte mich in vielerlei Hinsicht überraschen und überzeugen. Für mich absolut gelungen und hat einfach Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 19. November 2014

[Rezension] Der Jahrbuchcode - Petra Mattfeldt





Titel: Der Jahrbuchcode
Autor: Petra Mattfeldt
Band: 1/?
Verlag: Buntstein
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-937357-87-4
Preis: 9,99€

 
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Autor

Petra Mattfeldt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Anfang 2014 erschien ihr Krimidebüt "Sekundentod" um den Lüneburger Kommissar Falko Cornelsen. Seit 2010 veröffentlicht sie außerdem historische Romane unter dem Pseudonym Caren Benedikt.

Inhalt

Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Erster Satz

Als Niklas am ersten Schultag nach den Sommerferien müde die Stufen zu dem alten Bauwerk hinaufstieg, ahnte er noch nicht, dass dieses Jahr das aufregendste in seinem bisherigen Schullebens sein sollte.

Meine Meinung

Hui, das war mal ein richtig toller Jugendkrimi: Ich habe eine Faible für alles, was mit Jahrbüchern zu tun hat und habe mich daher ganz besonders auf diesen Krimi hier gefreut. So ein Jahrbuch bietet doch wirklich spannende Möglichkeiten, oder? Und die Idee hier dahinter hat mir mal echt gut gefallen.

Bei Niklas hatte ich anfangs etwas Probleme, denn teilweise klingt der gute Junge richtig altklug und deutlich erwachsener als er sein sollte. Doch das gibt sich schnell und ich hatte mich eingelesen, vor allen Dingen: Wer kennt die lästige AG-Suche nicht? Da fühlt man sich doch gleich an die alten Zeiten erinnert, oder? Daher fiel der Einstieg nicht schwer, denn jeder von uns kennt den wunderbaren Schulalltag...

Und dann hatte die Autorin mich eigentlich auch schon und es wurde immer spannender! Noch dazu ist es ihr wirklich gelungen, mich so oft auf die falsche Fährte zu locken und manchmal habe ich dann doch auch an einigen Charakteren ziemlich gezweifelt! Als Leserin war ich eindeutig nicht schlauer als Niklas und co, sondern musste immer mit ihnen mit durch alle Schwierigkeiten gehen ohne eine Ahnung von dem Ende zu haben. Dann wird es auch noch gefährlich für alle Beteiligten, es gibt jede Menge Probleme, aber trotzdem knabbern unsere Hobby-Detektive sich bis zum Ende durch und lösen den Fall rund um den Jahrbuchjungen.

Das Buch liest sich einfach gut in Einem weg, der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn Niklas eben manchmal etwas altklug erscheint. Von Eltis hätte ich mir übrigens etwas mehr erwartet, zumindest nach dem, was in der Buchbeschreibung stand, allerdings war der Charakter deutlich weniger ausgearbeitet und gestaltet. Schade, hätte jemand wie Eltis bei richtiger Gestaltung doch definitiv noch mehr in die Geschichte bringen können! So bleibt er, übrigens ebenso wie Philipp (zumindest für mich) recht farblos.

Fazit


Das Ende lässt mich ja auf einen zweiten Band hoffen, das gleich mal vorweg. Und den würde ich auch gerne lesen, denn Der Jahrbuchcode ist ein Jugendkrimi, der Spaß gemacht hat und bei dem ich mehr als einmal auf eine falsche Fährte gelockt wurde. Wer also gerne Jugendkrimis liest, ist hier definitiv nicht verkehrt!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 18. November 2014

[Rezension] Ragnarök - Marita Sydow Hamann





Titel: Ragnarök
Autor: Marita Sydow Hamann
Band: 3/3
Verlag: Grassroot Editions
Erschienen: Datum
ISBN: 9783950365887
Preis: 19,80€
Leseprobe
 
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Autor

Marita Sydow Hamann wurde in Alesund, Norwegen, geboren und wuchs unter anderem in Deutschland, Österreich und Spanien auf. Nach dem Abitur begann sie ein Lehramtsstudium und eine Heilpraktikerausbildung. Sie unterrichtete Reiten, Norwegisch und Deutsch. Im Jahr 2000 zog sie nach Schweden. Dort arbeitete sie als persönliche Assistentin für Kinder und Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. In den Schlafpausen ihrer Patienten begann sie mit dem Schreiben.
Aktuell lebt Marita Sydow Hamann mit ihrem Mann, drei Pferden, zwei Hunden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Smaland.

Inhalt

Der Versuch, Hanna durch einen Sieg im Großen Rennen zu retten, ist furchtbar schief gelaufen. Charlie, Sora und ihre Freunde konnten Odens Häschern zwar mit knapper Not entkommen, sitzen jetzt aber auf dem Planeten Euripides fest. Währenddessen erlebt die Erde den Ausbruch des von Oden magisch heraufbeschworenen Fimbulwinters, der gemäß nordischer Mythologie Ragnarök einleitet - das Ende der Welt wie wir sie kennen. Trotz ihrer Hochtechnologie steht die Menschheit den entfesselten Naturgewalten vollkommen machtlos gegenüber. Die Erde kann nur gerettet werden, wenn Odens Machtquelle entdeckt und zerstört wird. Charlie beginnt zu ahnen, wo und wie Oden geschlagen werden kann. Doch trotz ihrer magischen Fähigkeiten scheint die Aufgabe für eine Jugendliche von der Erde niemals bewältigbar.

Erster Satz


Der Wind rüttelte an den Fensterläden und trieb eisige Schneeflocken gegen das dunkle Glas.

Meine Meinung

Hui, noch eine Trilogie, die ich beenden kann, ich steh drauf, Reihen zu beenden, ehrlich! Das gibt mir ein gutes Gefühl, kennt ihr das? Ich habe mich auch gefreut, noch ein letztes Mal mit Charlie durch die Welten zu reisen und zu sehen, wie diese ganzen kleinen Fäden nun zu einem großen Ganzen zusammen geführt werden! Ganz im Ernst, ich war doch verblüfft, wie viele kleinen Stränge hier dann zusammen kommen. Manche hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung.

Es war wieder richtig spannend und ich war am Mitfiebern, aber teilweise sind mir Charlies Fähigkeiten dann doch etwas zu perfekt und zu viel. Ich mag das nicht so sehr, wenn eine Person so viel unglaubliche Fertigkeiten besitzen. Das war ein Punkt, der mich etwas gestört hat, allerdings schon von Anfang an.

Grundsätzlich hat mir die Entwicklung der Charaktere hier gut gefallen. Alle sind an den Aufgaben gereift, aber dennoch sie selbst geblieben. Das ist etwas, was nicht so leicht, aber selbst Super-Charlie hat sich da nicht so großartig verändert.

Wisst ihr, was schwierig ist? Rezensionen zu letzten Teilen einer Reihe zu schreiben... man will nicht zu viel verraten, aber gleichzeitig gibt es da so viel, was man gerne verraten würde! Was man eigentlich gerne teilen würde. Und so geht es mir hier auch. Hier gibt es unglaublich vieles, was mir durch den Kopf geht und ich weiß nicht, was ich davon jetzt schreiben soll und was nicht. Daher könnte das hier - mal wieder - etwas chaotisch wirken ;)

Aber, worüber ich auf alle Fälle reden kann, ist die Pärchenbildung: Ernsthaft? Mir wars zu viel Friede-Freude-Eierkuchen, zu viel Liebe in der Luft. Mir wäre die Konzentration auf diesen großen bevorstehenden Endkampf lieber gewesen! Aber der kam trotzdem nicht zu kurz und war mal so richtig spannend! Ich habe die letzten Seiten richtiggehend verschlungen und fands gut. So. So ist es nämlich!

Fazit

Auch dieser letzter Band hat mich in Charlies Welt mitgenommen und hat Spaß gemacht. Ich bin immer noch von der Komplexität dieser Welt fasziniert! Eine super Trilogie, die mir richtig gut gefallen hat!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt