Freitag, 22. April 2016

[Rezension] Inspektor Jury und die Frau in Rot - Martha Grimes






Titel: Inspektor Jury und die Frau in Rot
Autor: Martha Grimes
Original: Vertigo 42
Aus dem Englischen: Cornelia C. Walter
Band: 23
Verlag: Goldmann
Erschienen: Datum
ISBN: 14.03.2016
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
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Martha Grimes zählt zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen unserer Zeit. Lange Zeit unterrichtete sie kreatives Schreiben an der Johns-Hopkins-University. Durch ihre Serien um Inspektor Richard Jury und die 12-jährige Ermittlerin Emma Graham wurde sie weltbekannt. Die "Mystery Writers of America" kürten sie 2012 für ihr Lebenswerk zum "Grand Master", und ihre Inspektor-Jury-Reihe wurde nun auch fürs deutsche Fernsehen entdeckt und erfolgreich verfilmt. Martha Grimes lebt heute abwechselnd in Washington, D.C., und in Santa Fe, New Mexico.









Inspektor Jury trinkt selten Champagner. Als er in einer noblen Londoner Bar Tom Williamson gegenübersitzt, genießt er ihn dafür umso mehr. Aber Williamson hat ein ernstes Anliegen: Vor siebzehn Jahren kam seine Frau Tess durch einen Sturz von einem steilen Treppenaufgang ums Leben, an einen Unfall will er aber noch immer nicht glauben. Jury nimmt sich des Falles an. Doch bevor er den Tatort in Devon inspiziert, besucht er seinen Freund Melrose Plant. Und wie es der Zufall will, fällt ihm dort eine Leiche quasi vor die Füße. Eine schöne Frau im roten Kleid soll sich von einem alten Turm gestürzt haben. Jury kann nicht widerstehen und steht bald vor mehr als einem Rätsel ...


Es war viel zu hoch oben.







Ich wollte schon länger mal ein Buch von Martha Grimes lesen und jetzt habe ich das endlich mal umsetzen können. Nur muss ich sagen, dass ich doch meine Probleme hatte. An und für sich war es eine interessante Geschichte, nur kam ich ohne Vorwissen einfach überhaupt nicht rein.
Da ich keine der Figuren kannte, war es schwierig, einfach drauf los zu lesen und ich bin immer wieder hängen geblieben an den Namen. Ich habe sie immer wieder verwechselt, die ständigen Figuren, das hat es natürlich manchmal auch sehr schwer gemacht, der Geschichte zu folgen. Immerhin habe ich von Anfang an kapiert, dass der Inspektor Jury heißt. Damit hört es dann aber auch auf. Selbst nach dem gesamten Buch bin ich mir nicht sicher, wie die Freunde und Kollegen des Inspektors heißen, beziehungsweise sie richtig zuzuordnen.
Dennoch heißt das nicht, dass die Geschichte nicht gut wäre. Der Kriminalfall hat sich letzten Endes als sehr kompliziert und spannend herausgestellt. Anfangs war ich allerdings irritiert, weil der Titel ja von einer Frau in Rot erzählt, jedoch ist erst einmal ein alter Fall im Vordergrund, den Jury aufklären soll. Die Frau in Rot taucht erst später auf, erweist sich aber auch als wesentlich für die gesamte Geschichte. Dabei leistet Jury gute alte Recherchearbeit und das lese ich zur Abwechslung doch immer wieder gerne. Zum Schluss fügen sich alle Fäden zusammen und ich sage euch eins: Mich hat die Lösung des Falls weder sonderlich überrascht noch konnte ich es erahnen. Das war eher ein: "Ah, so war das also! Macht definitiv Sinn!" Das passte für mich zur gesamten Geschichte, die nicht sonderlich aufgeregt hat, sondern ruhig vor sich hin plätscherte.
Und ich finde es kein schlechtes Zeichen, wenn etwas so unaufgeregt ist, gerade bei klassischer Polizeiarbeit finde ich das eine wunderbare Abwechslung. Natürlich gibt es auch aufregende und schnelle Momente, doch die wechseln sich gut ab, so dass man auch Atempausen hat, um Informationen und möglich Lösungsansätze zu überdenken.
Von den Charakteren her kann ich nicht so viel sagen, dazu waren es mir so viele in dem kurzen Buch. Das würde den Rahmen dieser Rezension auch sprengen. Nur kurz zum Namensgeber der Reihe: Ich finde, dass Inspektor Jury ein angenehmer Charakter ist. Seine Ermittlungen sind feinfühlig, aber präzise. Er selbst erschien mir nicht sonderlich auffällig oder irgendwie vom Charakter herausstechend, aber da 22 Bände vorhergehen, kann man da nach einem einzelnen Buch auch noch nicht so viel sagen.







Als Neueinsteiger finde ich es schwierig, mich in Inspektor Jurys Welt zurechtzufinden, fand aber den Hintergrund und den Kriminalfall nichtsdestotrotz sehr spannend und verworren aufgebaut. Und letzteres durchaus im positiven Sinn!







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Sonntag, 17. April 2016

[Rezension] Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna - Andrea Bennett






Titel: Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna
Autor: Andrea Bennett
Original: Galina Petrovna's Three-Legged Dog Story
Aus dem Englischen: Eva Kemper
Verlag: Goldmann
Erschienen: 14.03.2016
ISBN: 978-3-442-31412-6
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
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Andrea Bennett studierte Geschichte und Russisch an der Universität von Sheffield und verbrachte dann einen guten Teil der "Jelzin-Jahre" in Russland. Wieder zurück in Großbritannien folgten einige Jobs im öffentlichen Dienst, derzeit arbeitet sie für eine Wohltätigkeitsorganisation. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Kent. "Die wundersamen Abenteuer der Galina Petrowna" ist ihr erster Roman.







Galina Petrowna ist seit vielen Jahren verwitwet und lebt in einer kleinen Stadt in der russischen Provinz. Beherzt schlägt sie sich durch den Alltag, stets begleitet von ihrer geliebten dreibeinigen Hündin Boroda. Doch eines Tages wird Boroda von einem Tierfänger entführt, einem finsteren Gesellen, der im Auftrag der Föderation arbeitet. Als Galinas Verehrer Wasja versucht die Hundedame freizukaufen, wird er kurzerhand wegen Bestechung verhaftet. Galina ist wild entschlossen, ihn und Boroda zu befreien, und macht sich zusammen mit ihrer exzentrischen Freundin Soja auf eine Rettungsmission, die sie mitten ins abenteuerliche Moskau führt ...







"Hallo! Gorjun Tigranowitsch! Hören Sie mich?"







Diese wirklich sehr urige Geschichte spielt, wie man dem Titel ja eigentlich schon fast entnehmen kann, in Russland. Mich hat der Klappentext neugierig gemacht, denn es klang hier so, als wäre der Titel wirklich amüsant und vielleicht auch tendenziell etwas skurril. Auch das Cover hat mich fasziniert, das Design finde ich sehr gelungen und sehe es gerne im Regal. Doch letztlich zählt ja die Geschichte, oder? Und die fand ich natürlich auch gut!
Wir haben hier eine ältere Dame, die eigentlich einen ziemlich festen Ablauf hat und der wird jetzt ordentlich aufgewirbelt. Erst wird sie sozusagen von der dreibeinigen Hundedame adoptiert, dann wird diese vom Hundefänger gefangen genommen und schließlich landet auch ihr nicht ganz so heimlicher Verehrer im Gefängnis, wegen Bestechungsversuchen für die Befreiung des Hundes. Und das ist doch schon ein Abenteuer für sich, oder? Skurril wurde der Titel schließlich auf alle Fälle, denn die Umwege von Galina Petrowna und der exzentrischen Soja nach Moskau landen schließlich sogar in einem etwas besonderen Club. Manchmal wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, das Buch war jedoch auf alle Fälle ein Lesegenuss.
Galina Petrowna muss man mit ihrer pragmatischen Lebenseinstellung einfach ins Herz schließen, das passierte schon auf den ersten Seiten. Sie ist einfach wunderbar. Ich mag sie sehr gerne und umso lieber habe ich ihre Geschichte gelesen.
Die Charaktere waren von exzentrisch über skurril bis hin zu einfach nur amüsant und durchweg liebenswert. Außerdem haben sie sich wirklich entwickelt, denn hinter dem einfach beginnenden Kampf um Boroda entwickelt sich eine doch noch richtig tiefgehende Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen. Gerade am Ende ist es ein kleines Feuerwerk an Überraschungen. Da habe ich richtig schnell geblättert, weil ich einfach wissen wollte, wie das Buch endet!







Galina Petrowna erlebt eine wirklich skurrile Geschichte auf der Suche nach Rettung für Boroda und ich fand sie wundervoll. Da hat Andrea Bennett ein wirklich außergewöhnliches Debüt geschrieben und ich hoffe auf weitere so originelle und vielfältige Geschichten von ihr!







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Donnerstag, 14. April 2016

[Aus dem Nähkästchen] Sky

Das nächste Interview durfte ich mit der bezaubernden Sky machen. Sie gehört zu den Cosplayerinnen, die ich schon eine Weile immer wieder begeistert in ihrer Entwicklung verfolge und mir gefällt eigentlich alles, was sie mir so bietet. Ihre Umsetzung von den Charakteren passt immer wie die Faust aufs Auge.
Aber macht euch euer eigenes Bild von Sky und ihrer Cosplay-Laufbahn:

1. Wie bist du damals zum Cosplay gekommen?
 
Mein Interesse was die Anime- und Mangaszene betrifft, begann als ich eine meiner Freundinnen in der Schule kennenlernte. Sie war schon sehr lange so ein kleiner „Freak“ in der Richtung und hat mich dann angesteckt. Das Thema Cosplay kam aber erst sehr viele Jahre später hinzu. In meiner Umgebung ging niemand diesem Hobby nach, sodass ich eher durch Zufall in diesen Bereich hereingeschnuppert habe. Die oben erwähnte Freundin ging nämlich gerne auf die Leipziger Buchmesse und meinte, da würden sich Leute so verkleiden wie in den Animes. Das wollte ich mir ansehen, also sind wir 2008 das erste Mal hingefahren und haben uns einfach mal einen Überblick gemacht. 2009 haben wir uns dann an unseren ersten Cosplays versucht. Mehr schlecht als recht hatte mir meine Oma ein Tifa Cos zusammengenäht. Die Jahre danach waren wir zwar auch immer dort anwesend jedoch eher ohne richtige Cosplays. Meine Cosplayleidenschaft entwickelte sich erst 2013. Ich dachte immer, ich könnte mir nie im Leben eigene Kostüme schneidern, aber ich wollte unbedingt Teil dieser Szene sein, also habe ich wieder meine Oma ins Boot geholt und sie gefragt, ob sie mir nähen beibringen könnte. Die Grundsachen hat sie mir dann erklärt und gezeigt. Alles andere habe ich mir über die Jahre selbst beigebracht, was meine Oma sehr stolz macht :3 und mich auch, wenn ich die Entwicklung seitdem betrachte *^*



2. Was ist dein schönstes Cosplay-Erlebnis?
 
Mein schönstes Cosplay-Erlebnis…mmmh, dass ist gar nicht so einfach. Eigentlich gibt es kein Einzelnes. Ich habe viele tolle Leute, ja neue Freunde durch dieses Hobby kennengelernt. Habe Selbstvertrauen bekommen und so viel dazugelernt. Jede Con ist ein tolles Erlebnis, wieder mit neuen Leuten zu arbeiten, seine Werke zu präsentieren und Fotos zu machen. Das ist das schönste Erlebnis und darauf freue ich mich immer wieder am Meisten.
 
3. Die Cosplayszene entwickelt sich stetig weiter. Wie siehst du das aktuell, ist der Trend positiv oder negativ zu sehen?
 
Eine wirklich interessante Frage. Ich bin noch nicht solange in dieser Szene unterwegs, dass ich mich traue da irgendwelche Prognosen zu machen. Mir persönlich ist bloß aufgefallen, dass es wohl viele Lästereien und böse Worte gibt. Das Einige den Sinn dieses Hobbys scheinbar nicht ganz verstehen. Ich finde es sehr traurig. Egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, dick oder dünn, selbstgemacht oder gekauft. Der Spaß am darstellen des Charakters steht über allem. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann schau ich halt nicht hin. Aber gleich beleidigend werden oder jemanden auslachen…das finde ich einfach asozial. Genauso ist mir, gerade auf Plattformen wie Facebook, aufgefallen, dass es nur noch darum geht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Es wird nach Hilfe oder Meinungen gefragt und wenn dann mal was kommt, was nicht positiv ist oder man wirklich nur einen Tipp geben möchte, wird man sofort persönlich angegriffen. Freie Meinungsäußerung scheint es nicht mehr zu geben. Man muss sich für jedes Wort rechtfertigen, statt das einfach mal darüber nachgedacht wird. Genauso scheint es aber auch schon auf Cons zu sein. Ich selbst habe zum Glück bisher nur sehr netter Cosplayer kenngelernt, aber habe auch schon gehört, dass es wohl welche gibt, die sich für etwas Besseres halten. Gerade wenn die Cosplays vielleicht aufwendiger sind als andere. Natürlich gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen und man muss auch schon etwas Talent haben, wenn man bestimmte Sachen umsetzen will, deswegen sollte man trotzdem auf dem Boden bleiben und nicht herablassend werden.



 
4. Hast du Cosplayer, die dich immer wieder begeistern?
 
Es gibt viele Cosplayer, wo ich mir unglaublich gerne die Bilder ansehe und mir einfach nur wow denke. Es gibt ja so viele tolle Menschen auf dieser Welt mit so viel Talent und Ausstrahlung. Für mich persönlich stechen aber zwei Cosplayerinnen besonders heraus. Misa Chiang, eine Cosplayerin aus dem Taiwan, die wirklich alles und jeden cosplayen kann und einfach immer grandios herüberkommt und unglaubliche Fotos macht. Und eine Cosplayerin aus dem deutschen Raum. Chocora ist schon lange eine meiner Favoritinnen. Sie hat so ein unglaublich tolles Lächeln und ihre Cosplays sind so schön und mit so viel Hingabe gestaltet und umgesetzt. Ich bin sehr glücklich, dass wir seit letztem Jahr in Kontakt sind und hoffentlich bald mal etwas zusammen umsetzen können :3
 
5. Nach welchen Kriterien wählst du deine Kostüme aus?
 
Hauptsächlich cosse ich Charaktere die ich einfach toll finde. An oberste Stelle stehen niedliche, kleine Charaktere oder aufgeweckte, fröhliche. Es gibt natürlich auch mal Ausnahmen, wenn ich an Lulu denke xD Eigentlich muss mir einfach nur das Design gefallen, meistens gefallen mir dann auch die Charakterzüge. Vom Aussehen kann man da ja viel ableiten. Was ich auch gerne umsetze sind Yandere im Sinne von Yuno Gasai oder Kurumi Tokisaki. Etwas Verrücktes brauch man einfach mal zwischendurch xD


 
6. Sind da vielleicht Charaktere, die du immer wieder umsetzen möchtest?
 
Oja, ganz oben steht Yoshino aus Date a live, die leider dieses Jahr ziemlich zu kurz kommt. Ich muss mich anstrengen, dass ich wenigstens ein neues Cos zu ihr schaffe *^* Dann gehört auch Rikku aus Final Fantasy X/X-2 dazu. Ich bin schon Fan, seit ich ihr Design gesehen habe und sie einfach so ein toller Charakter mit so vielen tollen Kostümen. Da muss ich einfach mehr machen! Midori aus Black Bullet ist zurzeit mein absoluter Liebling. Da sie leider nicht lange im Anime mitspielt, was ich sehr schade finde, werde ich das eine Cosplay zu ihr noch sehr oft tragen.
 
7. Was sind deine Grenzen in der Umsetzung? Wann sagst du: Das will ich definitiv nicht umsetzen?
 
Bei Rüstungen mache ich einen cut. Ich schaue mir gerne Cosplayer in Rüstungen an und bewundere sie auch für ihre Arbeit, aber ich selbst möchte keine Rüstungen bauen und tragen. Es ist einfach nicht mein Fall.
 
8. Gibt es noch Techniken und Materialien, die du unbedingt noch ausprobieren möchtest?
 
Crinolborte oder besser bekannt als Horsehair steht ganz oben auf der Liste. Für mein aktuelles Cosplay habe ich mir bereits welches bestellt und bin sehr gespannt, wir die Verarbeitung wird und ob es am Ende so aussieht, wie ich es mir vorstelle.


 
9. Was ist dein Lieblingspart am Cosplay? Nähen, Basteln, Perücken, das Play an sich oder noch etwas anderes?
 
Das Nähen! Eindeutig xD Basteln oder Waffenbau überlasse ich gerne meine Mutter, wenn sie Zeit hat. Kleinteile bastle ich mir auch mal selbst, aber an sich bin ich in diese Richtung überhaupt nicht talentiert xD und für spezielle Perückenstylings gebe ich auch lieber Geld aus, bevor ich sie selbst komplett verhaue. Das Nähen macht mir jedoch unglaublich großen Spaß! Zu sehen, wie aus Stoff ein Kleidungsstück entsteht, das dem Original mit jedem Schritt näher kommt, ist einfach toll. Allein schon die Suche nach passenden Stoffen und Materialien ist zwar aufwendig, aber ich mache es unglaublich gerne. Gleich danach kommt dann schon das fotografieren. Ich bin ein totaler Bildernarr und mache für ein perfektes Bild so gut wie alles xD Cosplay hat für mich nur einen Sinn, wenn ich auch tolle authentische Bilder am Ende bekomme *^*
 
10. Drei Dinge, die du am Cosplay liebst, und drei Dinge, die du hasst.
 
Drei Dinge, die ich am Cosplay liebe:
1. Das man in den Spiegel schaut und sich darüber freut, wie einer seiner Lieblinge auszusehen.
2. Fotos machen!!!!
3. Neue Leute kennenzulernen und Freundschaften für’s Leben zu finden.
 
Drei Dinge, die ich am Cosplay hasse:
1. Die Lästereien und herablassende Haltung mancher Cosplayer und Fotografen
2. Das immer etwas schiefgeht und ich 1000x neu anfangen darf…
3. Das alle meine Cosplayfreunde und die tollen Cons und Treffen viel zu weit von mir entfernt sind (Es gibt natürlich ein paar Ausnahmen ;) )


 
11. Was für Erfahrungen hast du mit Wettbewerben gemacht?
 
Gar keine xD Ich bin kein Typ für sowas. Da blamiere ich mich bis auf die Knochen xD
 
12. Nähst du lieber selber oder kaufst du auch mal ein Kostüm?
 
Teils teils. An sich nähe ich lieber selbst. Das gehört für mich dazu. Es gibt jedoch Cosplays, die ich mir anfertigen lasse, weil es kostentechnisch und zeittechnisch einfach günstiger ist und ich mir bei manchen Designs sicher bin, dass ich es selbst nicht so schön hinbekommen würde. Bisher überwiegt der Anteil von selbst gemachten Cosplays und das soll auch in Zukunft so bleiben, aber ich finde es vollkommen in Ordnung auch mal ein Cosplay zu kaufen :3


 
13. Wann ist ein Cosplay für dich perfekt?
 
Ein Cosplay ist für mich perfekt, wenn es mit Liebe gestaltet ist und so nah wir möglich ans Original herankommt. Außerdem sollten die Details (z.Bsp. Muster) und Accessoires (über Ohrringe bis Waffen) möglichst dabei sein. Natürlich geht das nicht immer zu 100% ;) Es sollte aber erkennbar sein, dass sich der Cosplayer mit dem Charakter beschäftigt und sich Gedanken über die Umsetzung gemacht hat.
 
14. Was würdest du einem Anfänger für die Zukunft mitgeben?
 
Das Wichtigste ist der Spaß an dem Hobby! Seid selbstbewusst und lasst euch nicht unterkriegen! Jeder fängt klein an, aber mit viel Interesse kann jeder alles schaffen! ♥

Fotografin: rannilein




Vielen Dank, liebe Sky, für deine Antworten! Ich freue mich noch auf viele weitere tolle Kostüme von dir!

Und falls ihr noch neugierig seid, fragt einfach ;)


Dienstag, 12. April 2016

[Rezension] Wie ganz zufällig aus meinem Leben ein Buch wurde - Annet Huizing






Titel: Wie ganz zufällig aus meinem Leben ein Buch wurde
Autor: Annet Huizing
Verlag: mixtvision
Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-95854-056-9
Preis: 13,90€

 
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Annet Huizing liebt Kröten und radelt gern durch die Dünen, sie spielt Akkordeon, gärtnert viel und schreibt ganz nebenbei zahlreiche Kinderkolumnen und Kinderbücher. Annet Huizing lebt auf einem Hausboot in Utrecht.








Katinka ist dreizehn und hat einen großen Traum: Sie möchte Schriftstellerin werden! Eines Tages nimmt sie all ihren Mut zusammen und bittet ihre Nachbarin, die berühmte Autorin Linda, um Tipps. Mit Lindas Hilfe schreibt Katinka ihre eigene Geschichte auf – von der neuen Frau an der Seite ihres Vaters, die sie nicht als neue Mutter akzeptieren kann. Ob es ein Happy End geben wird?








Ich denke jetzt schon eine Weile über dieses Buch und die Rezension dazu nach, aber ich bin zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Irgendwie weiß ich einfach nicht, was ich davon halten soll. Bis auf eines: Das Notizbuch hinten drin ist super! Das gefällt mir richtig gut, genau wie die Schreibtipps.
Nur... wie beschreibe ich euch das jetzt am Besten? Im Prinzip ist dieses Buch hier rund um Schreibtipps für Katinka ausgelegt. Katinkas Mutter lebt nicht mehr und nun zeigt ihr ihre Nachbarin, wie sie am Besten schreibt, was sie beachten muss. An und für sich ein tolles Konzept. Und mit der toten Mutter und der lebenden sexy Date-Alternative für den Vater findet sich letztlich auch ein roter Faden für Katinkas Geschichte. Aber das Ende hat mich so unglaublich unbefriedigt hinterlassen. Ich war einfach nicht zufrieden, wie es geendet hat. Die Geschichte findet schon ein Ende, nur... mir reicht das nicht. Und gerade ganz am Schluss weiß ich echt nicht, was ich davon halten soll. Der Sprung ist zu groß und überhaupt nicht nachvollziehbar. Beziehen sich die Worte auf den Inhalt des Buches oder doch wirklich auch ein bisschen auf die Autorin.
Normalerweise sind Fragen ja was Gutes, wenn sie zum Nachdenken anregen, aber hier finde ich es überhaupt nicht überzeugend und einfach unbefriedigend.
Letztlich ist das kein großer Kritikpunkt, weil die Tipps für Katinka gut eingebaut wurden und auch anschaulich dargestellt und das ist ja eigentlich das große Ziel eines Buches. Aber für mich gehört zu gutem Schreibkönnen und guten Tipps auch die Fähigkeit, ein Buch zufriedenstellend zu beenden. Und dieser Abschluss ist meinen Augen nicht gut gelungen, also ist das gesamte Konzept für mich sehr wackelig und nicht stimmig. Ich denke, das ist es, was mich so wirr macht und mir auch diese Rezension hier so erschwert hat.
Ansonsten fände ich das Buch klasse: eigenwillige Charaktere, eine vielleicht nicht außergewöhnliche Geschichte, aber sehr herzlich und lebensnah, und ein sehr gut lesbarer Schreibstil. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, wäre ich echt begeistert.







Das Ende hat mich einfach aus dem Konzept gebracht. Ansonsten finde ich die Idee grandios und die Tipps sind vielleicht nicht außergewöhnlich, aber für Teenager sehr gut gestaltet. Das alles wurde in einer schönen kleinen Geschichte verpackt, die nur am Ende irritiert hat.






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Samstag, 9. April 2016

[Rezension] Romeo & Romy - Andreas Izquierdo






Titel: Romeo & Romy
Autor: Andreas Izquierdo
Verlag: Insel
Erschienen: April 2016
ISBN: 978-3-458-36141-1
Preis: 14,99€
Leseprobe
 
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Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman König von Albanien (2007), der mit dem Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman Apocalypsia (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Das Glücksbüro (2013) und Der Club der Traumtänzer (2014).







Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr.
Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten.
Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ...


Es würde Tote geben, so viel stand fest.







Romeo und Romy. Romy und die Alten. Die Alten und das Theater. Das Theater und Ben. Ben und Romy. Mal die Kurzzusammenfassung dieses wunderbaren Buches.
Ich bin ganz verzaubert von Romy und ihren Alten. Es fängt ja für sie eher schlecht an: Großmutter tot (da waren nur noch drei Friedhofsplätze frei!), Job weg und die Zukunftsaussichten sind eher trüb. Doch Romy träumt vom klassischen Theater und da kommt ihr die verfallene Scheune auf dem Grundstück ganz recht. Ein Theater soll entstehen, wie zu Shakespeare's Zeiten!
Ich weiß nicht recht, wann ich mich in das Buch verliebt habe. War es erst, als die Alten zuerst um die letzten zwei Friedhofsplätze gestritten haben? Als Ben immer wieder bei Romy anruft? War es vielleicht der himmelblaue und fahrende Supermarkt? Ich kann es euch nicht sagen. Vermutlich hat es mit dem ersten Satz begonnen. Und mit dem letzten dann aber nicht aufgehört.
Die Figuren lassen dieses Buch leben, insbesondere die sturen alten Damen und Herrschaften. Dabei ist es ja letztlich doch ein ernstes Thema, das da im Hintergrund steht. Andreas Izquierdo hat es auf eine anrührende Art und Weise, das Thema Landflucht und die Einsamkeit der verbliebenen alten Menschen in ein bezauberndes Buch zu fassen. Insbesondere, wenn die Figuren in diesem Buch mit dem Bau des Theaters aufleben, ist mir das Herz aufgegangen. Was mich besonders bewegt hat, waren jedoch die traurigen Momente, denn es sind alte Menschen, da spielt die Gesundheit nicht mit. Das alles war immer so undramatisch, dass es nur noch mehr ans Herz ging. Meine Gefühle haben sich irgendwann zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt hin und her bewegt, der Autor hat mich mit seiner Geschichte einfach berührt.
Romy ist die mit Abstand jüngste Person in diesem Roman. Doch manchmal ist sie erwachsener und entschiedener als die gesamte Dorfgemeinschaft. Neben ihrer unsicheren Zukunft muss Romy zugleich übrigens auch noch mit unerwünschter Vergangenheit kämpfen, als ihr Vater auftaucht. Der Vater, den sie nie kennen gelernt hatte. Und die Gegenwartsprobleme kommen dann auch noch in Form von Ben auf sie zu. Dennoch beißt sie sich durch und ist eine überraschende Kämpfernatur, noch dazu eine sehr sympathische. Ich muss nur gestehen, dass die Trauer um ihre Großmutter doch etwas mau ausfiel, das ist tatsächlich aber auch der einzige Kritikpunkt am gesamten Buch.
Der Ben... der ist eine Nummer für sich. Er taucht zwar erst recht spät in seiner tragenden Rolle als Regisseur auf, bringt sich zwischendurch aber immer wieder mit denkwürdigen Telefonanrufen in Erinnerung. Bei ihm kann ich mich nicht zwischen herzensgut und auch echt dämlich entscheiden. Er ist aber ein Charakter, den man irgendwie in sein Herz schließt. Auch wenn man sich zwischendurch fragt, warum eigentlich. Ben hat Charme.
Genau wie die Geschichte! In letzter Zeit entwickel ich sowieso ein Faible für Bücher, in denen auch ältere Menschen eine Rolle spielen oder eben sogar die Hauptrolle. Da passte Romeo und Romy definitiv in mein Beuteschema. Und was soll ich sagen, ich fand es einfach nur fantastisch. Wie das Theater sein Eigenleben entwickelt und sich die Gemeinschaft festigt, es doch aber auch Momente gibt, in denen alles zu scheitern scheint. Eine Gefühlspalette von bis!


http://gochimiko.blogspot.de/2014/02/rezension-das-glucksburo-andreas.html



Ich bin und bleibe verliebt in dieses Buch. In den Stil des Autors. In die Charaktere. In einfach alles hier.
Charmante Figuren, Gefühlsregungen von ich heule gleich los bis zu ich kann nicht mehr, das ist zu komisch. Autor Andreas Izquierdo ist und bleibt ein fantastischer Autor, dessen Bücher ich einfach nur empfehlen kann!






Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt