Freitag, 27. Mai 2016

[Rezension] Was ich euch nicht erzählte - Celeste Ng






Titel: Was ich euch nicht erzählte
Autor: Celeste Ng
Original: Everything I Never Told You
Aus dem Amerikanischen: Brigitte Jakobeit
Verlag: dtv
Erschienen: Mai 2016
ISBN: 978-3-423-28075-4
Preis: 19,90€
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Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. 'Was ich euch nicht erzählte' ist ihr erster Roman, ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.








"Lydia ist tot." Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?
Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält?


Lydia ist tot.







Dieses Buch ist kein Thriller. Es soll nicht der Mord an einem jungen Mädchen aufgedeckt werden, nicht ein böswilliger Täter überführt werden, nichts soll gesühnt werden. Stattdessen seziert das Buch die Familie, die Hintergründe, den Weg zu diesem Moment im Leben dieser Menschen. Man lernt die Mutter kennen, woher sie kommt und wie sie in dieser Zeit zu einem chinesischen Ehemann kommt. Man lernt die Schwierigkeiten kennen, die die Kinder haben, die doch halb chinesisch sind. Mit diesem Buch kriecht man praktisch in diese Figuren hinein und lernt sie intensiv kennen.
Ich war fasziniert. Nicht nur ist die Geschichte sprachlich wunderbar und definitiv ein unglaublich herausragendes Erstlingswerk, sondern auch die Psychologie dahinter, die Betrachtung der Protagonisten hat mich gefesselt, hat mich einfach das Buch verschlingen lassen.
Es gibt keine Spannung, keine Action, keine Gewaltszenen, sondern nur reine Emotion und reine Einblicke.
Da ist Marilyn, die Mutter, die ihren eigenen Ehrgeiz nicht erfüllen konnte und ihn auf Lydia übertragen hat. James, der Chinese, der sich hocharbeitet und beim Tod seiner Tochter erstmal kurz auf Abwege kommt. Nathan, der große Bruder, der sich in Anschuldigungen verliert und dabei den Überblick verliert. Und die stille Hannah, Beobachterin ihrer Familie, kleine Schwester und ziemlich einsam - die einzige, die halbwegs den Durchblick in ihren Gefühlen behält. Es sind Figuren, die einem schnell nahe gehen und die einen bewegen. Der Undurchsichtigste blieb für mich Nathan. Er scheint sich in Wut zu verlieren und in einem festen Irrglauben, dadurch kommt man an ihn am Wenigsten ran.
Doch lernt man jeden einzelnen kennen. Nicht nur die Gegenwart wird von der Autorin beleuchtet, auch die Vergangenheit bringt dem Leser die Figuren nahe. Das ist das, was das Buch auch besonders macht und vor allen Dingen kann man dadurch die Charaktere und ihre Handlungen besser verstehen und manchmal auch besser nachempfinden, was sie zu irgendetwas antreibt.
Eigentlich ist es nur eine Skizze aus dem Leben einer Familie in einer äußerst tragischen Situation, doch andererseits ist es auch der Weg dahin.
Übrigens lernt man auch Lydia kennen, durch die Augen der anderen und manchmal auch aus ihren eigenen Augen. Das ist wohl das Besondere daran, denn Lydia spielt in dem Buch ja wohl auch die tragendste Rolle, sie ist der Auslöser für das alles.







Dieses Buch hat mich fasziniert. Hat mich bewegt und berührt und gefesselt. Es bietet einen Einblick in eine Familie, die an einem Abgrund steht. Die Autorin bringt das sehr feinfühlig rüber und... lest es!







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 24. Mai 2016

[Cospay] Ranma-chan

Hallo ihr da draußen!

Nach zahlreichen Interviews, damit das Cosplay nicht ganz wegfällt und weil ich es sonst vermisst hätte, passiert mal wieder bei mir was! Ich hatte ein kleines Shooting mit der wunderbaren -Titania-, die - wie ich finde - richtig tolle Bilder von mir gemacht hat. Es hat viel Spaß gemacht und ich gestehe, dass ich das etwas vermisst habe.
Aber genug der Worte: Seht euch das Ergebnis an. Ich hoffe, es gefällt euch so sehr wie mir ;)







Sonntag, 22. Mai 2016

[Rezension] Water - Paolo Bacigalupi







Titel: Water. Der Kampf beginnt
Autor: Paolo Baicgalupi
Original: The Waterknife
Aus dem Amerikanischen: Wolfgang Müller
Verlag: Blessing
Erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-89667-530-9
Preis: 19,99€
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Paolo Bacigalupi, geboren 1972 in Colorado, wurde für seine Science-Fiction- und Jugendromane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hugo Award und dem National Book Award in Young People's Literature. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn im Westen von Colorado.








Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert.

Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.


Es gab Geschichten, die der Schweiß erzählte.






Für mich ist das Szenario eines der Schlimmsten, das es gibt: Das Wasser wird knapp. Dementsprechend faszinierend fand ich die Idee hinter diesem Buch und war sofort neugierig darauf, wie die Vision des Autors sich wohl darstellt. Kurz gesagt ist sie brutal, beängstigend und noch brutaler. Außerdem kriegt man Durst beim Lesen dieses Buches, wenn man die trockende Hitze der Wüste, die heftigen Sandstürme und den Krieg um die Wasserrechte nachempfindet.

Ich muss sagen, dass ich Probleme hatte, in die Geschichte reinzukommen. Anfangs war es eher schwierig und schleppend und hat mich zumindest nicht wirklich gefesselt. Doch dann kam der Punkt, an dem es so richtig los ging, an dem der Stein endlich zu rollen begann und damit hatte mich Paolo Bacigalupi dann auch gepackt und ich versank so richtig in der Story. Hatte ich mich anfangs durchgekämpft, bin ich dann förmlich durch die Seiten geflogen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Und ich sage euch eins: Gegen Ende war ich dann leicht panisch, es war alles noch so verflochten und es wurden immer weniger Seiten! Zum Glück war es nur ein halb offenes Ende, mehr hätte ich nicht verkraftet.
Im Prinzip gibt es hier drei Protagonisten, deren Stränge mal zusammenlaufen, mal parallel sind und mal völlig entgegengesetzt streben. Doch letztlich führt alles zu einem Ziel und die drei in Interaktion machen es spannend. Dadurch dass es auch drei so unterschiedliche Charaktere sind, die sich aber in ihrer Entschlossenheit doch wieder ähneln, wirkt alles sehr lebendig. Maria ist ein Mädchen, das sich allein durchkämpfen muss und sich gegen die allgegenwärtige Prostitution kämpft. Sie versucht ihr Geld so zu verdienen, doch die Gangs dort machen es ihr nicht leicht. Dann ist da Lucy, Journalistin mit Pulitzerpreis, die das Elend dieser Gegend auf eine eigenartige Weise zu lieben und zu leben scheint, obwohl sie die Chance auf ein gutes und sicheres Leben hätte. Und Angel, der geheimnisvolle Söldner, der von Lucy fasziniert ist. Die drei geraten zusammen und zugleich auch getrennt einer ziemlich haarigen Sache auf die Spuren und müssen sich wirklich durchkämpfen.
Mit kleinen und großen Grausamkeiten wird hier nicht gespart. Die Leiche, mit der die Story so richtig beginnt, wurde geschändet und gefoltert. Das wird vom Autor relativ trocken und eigentlich auch gar nicht so detailliert berichtet, aber gemäß dem Prinzip "weniger ist mehr" habe ich zumindest Gänsehaut gehabt. Ich sag euch eins: Danach habe ich ein einfaches Buch gebraucht, mit Liebe und Kitsch und Happy Ende. Ich bin doch so ein zartes Seelchen.
Aber das Ganze machte es auch spannend, Verfolgungsjagden, Verschwörungen, Betrug, Grausamkeit, Gangleben und Verrat gibt es hier auf praktisch jeder Seite. Anfangs hat man angesichts der Begrifflichkeiten vielleicht Probleme, alles nachzuvollziehen, aber das meiste klärt sich dann im Verlauf des Buches auf und man hat seine Aha-Momente beim Verständnis.







Der schwache Start wird durch ein rasantes Mittelstück und ein chaotisches Ende wieder aufgewogen. Eine grausame und leider durchaus realistische Situation bieten hier einen spannenden Thriller.







Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 18. Mai 2016

[Rezension] Kirschblüten und rote Bohnen - Durian Sukegawa







Titel: Kirschblüten und rote Bohnen
Autor: Durian Sukegawa
Original: An
Aus dem Japanischen: Ursula Gräfe
Verlag: DuMont
Erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-8321-9812-1
Preis: 18,00€

 
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Durian Sukegawa, geboren 1962, studierte an der Waseda Universität in Tokio Philosophie. Er schreibt Romane und Gedichte, außerdem ist er in Japan als Schauspieler, Punkmusiker und Fernseh- sowie Radiomoderator bekannt. ›Kirschblüten und rote Bohnen‹ war ein japanischer Bestseller und wurde von Namo Kawase als Beitrag für Cannes 2015 verfilmt.









Sentaro ist gescheitert: Er ist vorbestraft, er trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Auch deshalb verändert die Begegnung mit ihr alles, denn Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien …


Tag für Tag stand Sentaro an der gusseisernen Platte in seinem Imbiss und backte Dorayaki - kreisrunde, mit An, süßer roter Bohnenpaste, gefüllte Pfannküchlein.







Wie ich in meiner letzten Rezension geschrieben habe, macht es einfach nicht bei jedem Buch Klick. Man kann sich einfach nicht in jeden Titel verlieben. Hier war das jedoch der Fall. Bei diesem schlichten und zugleich wunderschönen, aber auch traurigen Buch hat es Klick gemacht und ich war, nein, ich bin verliebt. Ihr fragt mich nach einem Jahreshighlight? Kirschblüten und rote Bohnen. Mein bisheriges Jahreshighlight, das ich, nur beim Schreiben darüber, am Liebsten noch einmal genießen würde.
Ich fange, ausnahmsweise, mal bei den äußeren Werten an: Da ist das einzige Manko meine ständige Angst, es schmutzig zu machen. Einfach weil es so schön ist! Die Kirschblüten strahlen auf dem weißen Leineneinband wirklich schön sanft und es fühlt sich einfach wertig an. Ein wunderschön gestaltetes Buch, das sofort ins Auge fällt!
Doch auch der Inhalt steht dieser traumhaften Gestaltung in nichts nach. Ich konnte gar nicht fassen, wie schnell ich mich verliebt habe. Nach nicht mal zwanzig Seiten war es um mich geschehen und ich war dem Buch einfach verfallen. So wie die Kirschblüten ist es sanft, es schreit nicht und dramatisiert nicht, sondern zeigt in seiner schönen Schlichtheit eine sehr außergewöhnliche Freundschaft von drei ebenfalls nicht unbedingt gewöhnlichen Menschen. Der Hauptakteur ist Sentaro, der ehemalige Sträfling, der mit seinem Job etwas gut machen will, aber den Job nicht gut macht. Zumindest solange, bis Tokue in sein Leben tritt. Und dann wird es wundervoll. Es zeigt wirklich Momente des Glücks, die von einer nicht richtig greifbaren Melancholie geprägt sind. Die Sprache ist eingänglich, die Figuren auf Anhieb sympathisch und spätestens mit Wakana kommt die Geschichte ins Rollen.
Ich habe geweint und gelacht und beides zugleich, weil dieses Buch mich einfach berührt hat. Und zwar ziemlich tief im Inneren. Es zeigt uns Lesern, wie einfach das Glück sein kann und am Ende wird man doch bescheiden und fast demutsvoll. Eigentlich hätte das Ende auch überdramatisch sein können, aber für mich war es perfekt. Es war traurig, es war glücklich und mir fehlen die Worte, wie ihr vielleicht merkt. Das Buch geht zu Herzen und ich werde den Gedanken an das Glück sicher immer im Herzen tragen. Ganz im Ernst, jetzt, beim Schreiben dieser Rezension, denke ich mir einfach nur, dass ich mich doch deutlich öfter an das einfache Glück im Alltag erinnern sollte und dass dieses Buch das auf die wunderschönste Art und Weise zeigt.







Liebe auf den ersten, zweiten, dritten und vierten Blick. Das ist so meine Beziehung zu dem Buch. Es geht zu Herzen dank warmen Figuren, melancholischer Gedanken und dem Glück im Kleinen. Ein Herzensbuch.






Mein Dank geht an DuMont sowie BloggDeinBuch für das Rezensionsexemplar. 

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Dienstag, 17. Mai 2016

[Aus dem Nähkästchen] Gemini

Hallo ihr Lieben, herzlich Willkommen zur Vorstellung einer weiteren grandiosen Cosplayerin.
Ich durfte auf Twitter den Progress eines ihrer Kostüme verfolgen und das hat mich wirklich geflasht. Daher freue ich mich umso mehr, dass sie sich meinen Fragen gestellt hat und ich euch ihre Antworten sowie ihre fantastischen Kostüme präsentieren darf. Hier ist Gemini mit ihren wirklich beeindruckenden Cosplays:

1. Wie bist du damals zum Cosplay gekommen?

Zum ersten Mal mit Cosplay in Kontakt getreten bin ich durch Animexx. Damals war ich allerdings noch viel zu jung, als dass ich mir so etwas zugetraut hätte.
Das erste Cosplay war dann 2008 mit meiner Schwester geplant. Die Perücken waren sogar schon fertig, aber das Ganze ist dann am Nähen gescheitert. Im Nachhinein bin ich froh, dass daraus nichts geworden ist, sonst würde ich mich heute noch dafür schämen x,D.
Zur Dokomi 2009 habe ich dann mein erstes, richtiges Cosplay getragen. 



 
     2. Was ist dein schönstes Cosplay-Erlebnis?

Da gibt es zu viele, um sie hier aufzuzählen. Ich erinnere mich aber immer wieder gerne an einen Moment der Dokomi 2012 zurück. Ich war gerade mit Freunden im Nordpark und trug ein recht großes Kleid Cosplay, als zwei kleine Kinder mich verfolgten und mir später unzählige Blumen brachten, weil ich doch eine richtige Prinzessin gewesen bin. Das war wirklich unheimlich süß.


    3. Die Cosplayszene entwickelt sich stetig weiter. Wie siehst du das aktuell, ist der Trend positiv oder negativ zu sehen?

Ich könnte jetzt lange herumphilosophieren wie es damals war und wie es heute ist, aber darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust.
Natürlich hat sich in den letzten Jahren viel verändert, aber das ist doch ganz normal. Zudem ist der Großteil der Cosplayer doch auch etwas älter geworden und wir sind längst keine 14 jährigen Schüler/innen mehr die herumquietschen und alles kawaii² finden.
So finde ich, dass die Qualität der Cosplays doch sehr gestiegen ist. Jetzt aber von einer positiven oder negativen Entwicklung zu sprechen, vermag ich nicht. 




4      4. Hast du Cosplayer, die dich immer wieder begeistern?

Ich kann nicht sagen, dass ich Vorbilder haben, was das Cosplayen angeht. Aber das Internet ist groß und ab und zu finde ich Cosplays, die mich mehr als begeistern.


5      5. Nach welchen Kriterien wählst du deine Kostüme aus?

Das ist wirklich ganz unterschiedlich. Oft ist es aber einfach nur das Design, welches mich anspricht. Ich mag Detailverliebtheit und so gut wie alles mit viel Borten, Spitzen und Klim-Blim. Dabei ist mir egal ob ich die Serie oder den Charakter kenne oder nicht.
Wenn mich einer Serie allerdings wirklich begeistert, muss mir das Aussehen des Charakters nicht immer ganz zusagen. Dann ist die Liebe doch zu groß x,D.
Zudem würde ich wohl nie ein Bikini-Outfit auf Conventions tragen, da ich mich in diesen als Cosplayer einfach nicht wohl fühle. Da sprechen mich verspielte Kleider schon um einiges mehr an.




6      6. Sind da vielleicht Charaktere, die du immer wieder umsetzen möchtest?

Nein, nicht wirklich. Mir wird ein Charakter schnell zu langweilig, wenn ich ihn bereits getragen habe. Da muss für mich dann einfach etwas Neues her.
Jedenfalls habe ich noch keinen gefunden, der mich dermaßen begeistert, dass ich ihn immer wieder umsetzen möchte.



7. Was sind deine Grenzen in der Umsetzung? Wann sagst du: Das will ich definitiv nicht umsetzen?

Generell gibt es eigentlich nichts, dass ich nicht ausprobieren würde. Scheitern kann man eben erst dann, wenn man es auch versucht hat. Allerdings schrecken mich übertrieben lange Haare oft ab, weil die Perücken einfach nicht zu bändigen sind und ich nichts mehr hasse, als dass meine Perücke auf einer Con stark verfilzt und ich damit herumlaufen muss. 




8      8. Gibt es noch Techniken und Materialien, die du unbedingt noch ausprobieren möchtest?

Da gibt es noch Einiges. Ich habe zum Beispiel noch nie Schmucksteine selbst gegossen oder eine Perücke umgefärbt. Zudem kommt ja immer wieder etwas Neues auf den Markt, da wird mir sicher nicht so schnell langweilig. 


          9. Was ist dein Lieblingspart am Cosplay? Nähen, Basteln, Perücken, das Play an sich oder noch etwas anderes?
 
Das ist eigentlich die Planung eines Cosplays.
Ich liebe es im Internet nach passenden Materialien zu suchen und mir Gedanken um die Umsetzung zu machen.
Das Nähen macht mir ebenfalls viel Spaß, jedenfalls wenn ich Rüschen und andere Details anbringen kann und somit das Kostüm noch verschönern kann. Ich steh einfach auf so etwas x,D!
 
 
 

1    10. Drei Dinge, die du am Cosplay liebst, und drei Dinge, die du hasst.

Like:
- Die Planung. Es gibt für mich eigentlich nichts besseres, als die Planung/Vorbereitung die vor dem Nähen und Basteln eines Cosplays steht. Ich bin glücklich, wenn ich 10 Stunden das Internet nach der passenden Borte oder den idealen Stoff durchforste und dann doch nicht fündig werde. Zwar blutet dann oft mein Portemonnaie, aber das ist es mir wert.
- Das Nähen. Zwar beschwere ich mich fortlaufend, wie blöd doch das Nähen ist, aber vieles daran macht mir dann doch Spaß. Rüschen raffen und zu Anfang am Schnittmuster arbeiten, sind total mein Ding. Zudem gehöre ich zur seltenen Spezies der Cosplayer, die gerne Ärmel nähen.
- Das Fotografieren. Wenn das Cosplay dann endlich fertig ist, muss man es natürlich auch präsentieren und Fotos sind einfach das beste Medium dafür.

Hate:
- Das Basteln. Ich bin einfach kein großes Talent was Worbla und Co.  angeht und es macht mir auch keinen großen Spaß. Mir fehlt dabei auch einfach das Erfolgserlebnis, weil ich so unglaublich langsam beim Basteln bin.
- Der Preisfaktor. Meine Cosplays kosten mittlerweile einfach viel zu viel. Aber das Problem kennt wohl jeder Cosplayer.
- Der Zeitdruck. Obwohl das für mich auch einfach dazu gehört. Wenn ich nicht noch bis um 23 Uhr vor der Convention mit meinem Cosplay beschäftigt bin, habe ich wohl etwas falsch gemacht.
Ganz getreu dem Motto: Unter Druck entstehen Diamanten.

 
1     11. Was für Erfahrungen hast du mit Wettbewerben gemacht?
 
Ich bin der amtierende Champion in Nicht-an-Wettbewerben-Teilnehmen 2009-2016
 

   12. Nähst du lieber selber oder kaufst du auch mal ein Kostüm? 
 
Ich denke nicht, dass ich mir jemals ein Cosplay kaufen werde. Das wichtigste beim Cosplay ist für mich, dass ich es selbst gemacht habe und am Ende auf meine Arbeit stolz sein kann. Bei gekauften Cosplays würde mir das wohl fehlen.
Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn andere sich ihre Kostüme kaufen.




1     13. Wann ist ein Cosplay für dich perfekt?
 
Wirklich perfekt ist für mich ein Cosplay wohl nie. Jedenfalls nicht, wenn es um meine eigenen Cosplays geht.
Am Ende kann man Dinge dann doch noch immer etwas besser umsetzen und versucht es beim nächsten Mal dann auch umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass ich nie zu 100% mit meinen Cosplays zufrieden sein werde und das stört mich auch überhaupt nicht. Man sollte doch immer versuchen, noch besser zu werden.
 

1     14. Was würdest du einem Anfänger für die Zukunft mitgeben?

Einfach anfangen und es ausprobieren. Ich glaube die wenigstens Cosplayer haben zuvor eine Schneiderausbildung oder ähnliches genossen, bevor sie mit dem Cosplayen angefangen haben.
Die Ausrede, dass man etwas doch noch nie gemacht hat, zählt bei mir absolut nicht.
Also einfach ran an den Speck und sich nicht gleich entmutigen lassen, wenn etwas nicht so funktioniert oder aussieht wie gedacht, denn das gehört eindeutig mit zu diesem Hobby dazu.





Noch einmal danke an die wunderbare Gemini! Und wenn ihr noch Fragen an sie habt, nur zu, sie wird sie gerne beantworten :)