Sonntag, 23. November 2014

[Manga-Rezension] Classroom Assassination - Yusei Matsui





Titel: Assassination Classroom
Autor: Yusei Matsui
Original: Ansatsu Kyoushitsu
Band: 1
ISBN: 978-3-551-73942-1
Genre: Schulmanga, Fantasy, Ende der Welt
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 5,95€
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Autor

Yusei Matsui stammt aus der japanischen Präfektur Saitama. 2004 gewann er mit seinem Manga MAJINTANTEI NOUGAMI NEURO (dt.: Dämonen Detektiv Nougami Neuro) den 12. Juniketsu Mangapreis für Newcomer. Das war der Beginn seiner Karriere als professioneller Mangakünstler.

Inhalt

Ein übermächtiges Tentakelmonster mit Smileygesicht droht die Erde zu zerstören.
Aber erst nächstes Jahr... Bis dahin unterrichtet das Monster die Klasse 3-E der Kunugigaoka Junior Highschool.

Zeichenstil


Dieser Manga hat einfach etwas locker-leicht Flockiges. Der Zeichenstil wirkt auf mich einfach weich und ja... leicht, besser kann ich es nicht beschreiben. Er passt einfach zu einem Schulmanga.
Dazu gibt es gute Hintergründe und einen tollen Einsatz von Rasterfolie. Grundsätzlich trifft dieser Manga absolut meinen Zeichengeschmack und ist für mich ein richtiger Augenschmaus.
Besondere Erwähnung verdient hier natürlich unser Smiley! Der ist klasse, die unterschiedlichen Reaktionen und die unterschiedlichen Schattierungen, um bestimmte EMotionen und Situationen herauszuarbeiten... das ist nicht leicht, aber ich kann willkürlich eine Seite aufschlagen und genau sagen, in welcher Stimmung der meist lächelnde Smiley ist, weil der Zeichner viel mit Schattierungen arbeitet.

Meine Meinung

Ich liebe es. Ich finde diesen Manga genial. Das fängt eben schon beim Zeichenstil an, der meinen Geschmack trifft, doch dann ist da auch noch der Humor, der bei mir voll ins Schwarze trifft. Ich meine, ernsthaft? Da ist ein Alien-Smiley, das die Erde vernichten will, aber vorher doch noch ein Jahr als Lehrer arbeitet und den Schülern wirklich etwas vermitteln kann.

Viel erwartet hatte ich mir von diesem Manga nicht, aber es ist doch immer so, dass gerade diese Bücher oft eine total positive Überraschung sein können. Diese Geschichte macht einfach Spaß: der Kampf gegen den Lehrer, die Situationen, in denen der Lehrer dann wirklich für seine Schüler da ist, die Planungen, die Zeichnungen, die Alltagssituationen. Mir hat dieser Manga richtig Spaß gemacht. So viel Spaß wie schon lange kein Manga mehr.

Dieser Lehrer ist besser als manch menschlicher Lehrer und (lacht jetzt ruhig oder wundert euch) ich wünschte mir, ich hätte einen so guten Lehrer gehabt. Wirklich, wirklich toll.

Fazit

Absolute Leseempfehlung! LEST! DIESEN! MANGA!

Bewertung




Quellen:

[Manga-Rezension] Lost CTRL - Evelyne Park





Titel: Lost CTRL
Autor: Evelyne Park
Band: 1
ISBN: 978-3-551-77688-4
Genre: Dystopie, Mecha
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 6,95€
 
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Autor

Evelyne Park (geb. Bösch) wurde 1989 in Basel geboren und studierte Wissenschaftliche Illustration in Zürich, wo sie im Juni 2013 ihren Abschluss machte.

Inhalt


In nicht allzu ferner Zukunft starten Experimente, um Menschen direkt mit dem Internet zu verbinden, ohne dass sie von externen Geräten wie Computer und Smartphones abhängig sind. Datenchips und Empfänger werden ins Nervensystem eingepflanzt. Während ein Großteil der Bevölkerung die Veränderungen interessiert mitmacht, bildet sich Widerstand unter der Führung von Nium, einem berühmten Autor, der Kritik an der Vernetzung äußert.
Schon bald muss er sich in den Untergrund flüchten, begleitet und beschützt von seiner Geliebten, Scarlett, die als sein Bodyguard agiert - obwohl sie sich nur ein paar Jahre zuvor selbst als Versuchsperson für die digitalen Experimente zu Verfügung gestellt hatte.
Es beginnt eine Zeit, in der das Einbauen von Chips obligatorisch wird. Die Widerstandsgruppe ist hoffnungslos in der Unterzahl, und Nium und Scarlett sollen in die Zukunft flüchten, um dort den Kampf neu aufzunehmen.
Doch der Plan schlägt fehl und Scarlett erwacht alleine, 100 Jahre später als geplant. Desillusioniert und einsam schließt sie doch bald die winzige verbleibende Gruppe von Rebellen in ihr Herz. In Niums Andenken, und um ihren Platz in der Zukunft zu finden, beginnt sie einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen das unterdessen alles umspannende, unkontrollierbare Netzwerk...

Zeichenstil


Oh, das Cover finde ich schon mal richtig, richtig schön. Ich könnte dieses Bild stundenlang anschauen und mag insbesondere die Lippen und die Augen. Scarletts Lippen haben mir es aber besonders angetan. Ganz oft sind Lippen einfach nur ein Strich, doch Evelyne Park stellt diese besonders schön dar: Ich mag es, wenn die Lippen eben auch nach Lippen aussehen. So... genug gelippt.
Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es recht wenig Hintergründe gibt. Oft agieren die Figuren vor einem weißen Hintergrund. Oder alternativ eben auch einem komplett schwarzen. Ich persönlich oute mich jetzt mal als Fan von Hintergründen, auch gerne sparkelige Hintergründe, die kitschig sind. Doch zumindest ein bisschen Hintergrund sollte es schon sein für mich. Daher irritiert mich diese sehr klare Linie etwas. Rasterfolien setzt die Zeichnerin recht selten ein, dafür nutzt diese allerdings in sehr passenden Situationen.
Die Figuren muten manchmal durchaus etwas realistischer an und sind nicht mit übertrieben großen Augen oder Brüsten oder besonderen Muckis und Taillen ausgestattet, das finde ich richtig gut.

Meine Meinung

Klappentext und Cover haben mich hier zum Kauf des Mangas überzeugt. Das klang alles einfach richtig super und spannend, doch packen konnte mich die Geschichte nicht. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich keinen richtigen Zugang zu Scarlett fand. Ihre Geschichte ist zwar ganz gut und eigentlich hat sie auch alles, was mir gefallen würde, doch mir fehlt dieser Funke, der einfach überspringen muss, damit ein Buch oder in diesem Fall ein Manga mich fesselt.

Doch auch die Charaktere, die Scarlett in der Zukunft trifft, bleiben für mich etwas farblos (... ja, es ist ein Schwarz-Weiß-Manga, aber ihr wisst ja, was ich meine, ne?). Am Anfang habe ich sogar zwei der Kerle miteinander verwechselt und war dann dezent verwirrt, was das Ganze denn soll. Gut, da habe ich nicht aufgepasst, aber zeigt eben zeitgleich auch, dass da besondere Kennungsmerkmale doch noch fehlen.

Fazit

Der Zeichenstil ist durchaus schön und lässt sich gut ansehen, aber auch wenn die Geschichte gut ist, fehlt mir das gewisse Extra, der gewisse Bäm, der mich einfach fesselt. Grundsätzlich gute Geschichte, die mich jedoch nicht überzeugen kann.

Bewertung


Quellen:

Samstag, 22. November 2014

[Rezension] Die hohe Kunst des Bankraubs - Christopher Brookmyre





Titel: Die hohe Kunst des Bankraubs
Autor: Christopher Brookmyre
Original: The Sacred Art of Stealing
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN:978-3-462-04697-7
Preis: 8,99€
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Autor

Christopher Brookmyre, geboren 1968 in Barrhead bei Glasgow, wurde bereits mit diversen Krimipreisen ausgezeichnet. Auf Deutsch ist von ihm Wer schlafende Hunde weckt (Galiani Berlin) erschienen. In Großbritannien stieg er zuletzt mit dem Roman Bedlam in die Welt der Computerspiele ein und landete direkt auf Platz 7 der Hardcover-Fiction-Bestsellerliste.

Inhalt

Banküberfall als Kunstperformance: Fünf Gestalten mit Clownsmasken dringen in eine Glasgower Bank ein, einer wirbelt im Salto über die Schutzabsperrung, alle haben plötzlich Waffen in der Hand, und ihr Anführer verkündet freundlich: »Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, Sie nehmen teil an einem Banküberfall.« Die Ganoven bespaßen ihre Geiseln mit einer Theatervorführung von »Warten auf Godot«, während der Safe-Computer geknackt wird; am Ende gibt es noch ein Kunstgemälde-Raten für alle. Die ermittelnde Polizistin Angelique de Xavia, Single, vom Chef gedisst, an diesem Tag 30 geworden, hat ohnehin schon einen schlechten Tag, als sie auch noch im Alleingang die Bank verwanzen soll. Doch dann trifft sie auf Zal, den Anführer der Bande – und schon vor der spektakulären Flucht der Gangster lassen sich Angelique und Zal auf eine für beide riskante Affäre ein. Keiner kann dem anderen trauen, und sicher ist nur, dass der Bankraub erst der Auftakt für einen noch viel größeren Coup ist, ein täuschungstechnisches Großkunstwerk.

Erster Satz

Wurde auf dieser oberflächlichen Globalkonzern-Tall-Skinny-Latte-Kiddy-Meal-mit-Spielzeug-United-Colors-of-Fuck-You-too-Plastikwelt irgendetwas so unterschätzt wie ein guter alter gekaufter Blowjob ohne Extras?

Meine Meinung

Das war mal ein amüsanter Krimi... wirklich. Teilweise zumindest, manchmal jedoch war er mir auch wirklich zu anstrengend. Normalerweise habe ich ein Faible für eine Sprachverwendung wie diese hier, aber in diesem Buch fand ich es teilweise doch ermüdend. Nach dem ersten Satz war ich amüsiert, doch irgendwann wurde mir das zu viel. Vor allen Dingen immer wieder dann, wenn Harry am Zug ist und über die Vorteile eines Blowjobs sinniert. Da habe ich dann oft abgeschaltet und die Sätze gar nicht richtig wahrgenommen.

Womit ich auch ein Problem hatte, waren die Namen. Peinlich, aber wahr. Das war nicht immer leicht, dann noch der Geschichte zu folgen. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht alle Charaktere sonderlich detailliert ausgearbeitet fand. Ach verflixt, Leute, ich habe Teile der Handlung deshalb nicht kapiert. So ist es nämlich eigentlich. Ich gestehe. Der Stil und die Namen und die fehlende Charaktertiefe haben dafür gesorgt, dass mein Gehirn abgeschaltet hat und ich euch nun deshalb nicht wirklich sagen kann, was der Hintergrund dieses Krimis war.

Dennoch bleibe ich dabei, dass es wirklich amüsante Stellen gab und Momente, in denen mir das Lesen richtig Spaß gemacht hat. Der Banküberfall an sich und die Begegnung zwischen Angelique, ihren Kollegen und den Räubern, das waren die Momente, die ich toll fand. Davon hätte ich gerne mehr gelesen. Auch die Zeugenberichte fand ich gut, nur die Rahmenhandlung, die hat mir eben nicht zugesagt. Die hat mir so wenig zugesagt, dass ich mich nicht mal konkret daran erinnern kann...

Da die Charaktere nicht so ausgearbeitet sind, kann ich jetzt nicht so viel sagen. Angelique war eine typische düstere einzelgängerische Polizistin. Die Bankräuber waren ganz amüsant und ihre Shows echt eine geniale Idee. Dieser Banküberfall an sich... echt super! Diese Ideen, diese Kreativität, das war der Part, der mich hier echt überzeugt hat!

Fazit

Der Rahmen war mir zu... anstrengend und konnte mich daher nicht überzeugen, aber der Banküberfall und die Geschichte mit Angelique und dem Bankräuber, die haben mir richtig gut gefallen, daran hatte ich Spaß, davon hätte ich gerne mehr gelesen!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Freitag, 21. November 2014

[Rezension] Monument 14 - Emmy Labourne





Titel: Monument 14
Autor: Emmy Labourne
Original: Monument 14
Band: 1/3
Verlag: Heyne
Erschienen: Januar 2014
ISBN: 978-3-453-41163-0
Preis: 8,99€
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Autor

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Inhalt

Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

Erster Satz

Deine Mutter kreischt, dass du gleich den Bus verpasst.

Meine Meinung

Uiuiui, ich will mehr davon! Ich will weiterlesen, dieses Ende... dieses Buch hat mich überraschenderweise aber mal so richtig gefesselt. In letzter Zeit war ich ja etwas lustlos, meinen SuB anzugehen und habe mich lieber in ReReads vertieft. Und dann kam dieser Morgen, an dem ich einfach irgendein Buch aus dem Regal gezogen habe, weil ich das vorherige ausgelesen hatte. Ich hatte also im Prinzip keinerlei Erwartungen an Monument 14, da ich einfach nur aus Zufall nun das Buch gelesen habe. Und das war vielleicht das Beste was mir damit passieren konnte, denn mit einem mal wurde ich von Emmy Labourne in die Geschichte geschmissen. Die ersten zwei Seiten waren noch so: Hö? Und dann ging es schon los und ich habe mich geärgert, dass mein S-Bahn-Fahrt nur so kurz war! Kennt ihr das? Wenn ein Buch so gut ist, dass ihr einfach nur weiterlesen wollt? So ging es mir hier. Ich konnte es nicht zur Seite legen, bis ich durch war und jetzt will ich mehr.
Und jetzt gestehe ich euch: Ich habe nicht gewusst, dass mich hier - mal wieder - eine Trilogie erwartet. Jaaaa... ups und so, ne? Aber letztlich ist das egal, weil ich das Buch sonst vielleicht nicht gelesen hätte und das wäre doch ziemlich schade.

Fang ich mal mit Protagonist und Ich-Erzähler Dean an: Er ist ruhig, er reagiert am Anfang überraschend schlecht und das macht ihn mir sympathisch. Er wird nicht gleich zum Retter und Superhelden, sondern übernimmt eine Rolle, die man so vielleicht nicht von einem Kerl erwarten würde. Mit seiner ruhigen, zurückhaltenden Art ist mir Dean ans Herz gewachsen und das natürlich auch, weil man so einen tiefen Einblick in sein Seelenleben hat, da sage ich doch glatt nur: Astrid.
Doch durch Dean lernt man auch die anderen zu schätzen, den einen vielleicht mehr und den anderen weniger. Ich mag Max! Max ist so entzückend ehrlich. Allgemein sind die Kleinen wirklich wundervoll dargestellt, ich finde sie allesamt niedlich und bewundernswert, auch Batiste. Doch am meisten überrascht haben mich die beiden Zwerge am Schluss, wirklich - auch wenn ich euch das nun natürlich nicht verrate.

Es geht hier darum, dass diese Kinder sich zusammenraufen und versuchen, einen Weg zu finden, zu überleben. Die Welt geht hier praktisch unter und auch wenn ich die genauen Gründe dahinter hier nicht kennen lerne, hat mich das nicht sonderlich gestört, dazu hat mich die Situation an sich zu sehr in den Bann gezogen. Manchmal fand ich das mit dem Giftgas und den Blutgruppen irgendwie interessant, manchmal auch seltsam. Aber egal... ich finde toll, wie die Gruppe agiert und was sich ergibt, wer sich als was entpuppt und welche Spannungen entstehen können.

Der Schluss. Der Schluss war so uaaaaah! Das zumindest war meine Reaktion. Nicht sonderlich intelligent, oder? Aber wenn ein Buch mich total fesselt und in den Bann zieht, dann bin ich nicht sonderlich intelligent nach Beenden des Buchs. Lasst es mich mal so sagen: Das Ende hat mich überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es ist eine interessante Wendung... okay... ich bleib bei meiner wenig intelligenten Reaktion: Es ist UAAAAAH!

Fazit

Monument 14 konnte mich in vielerlei Hinsicht überraschen und überzeugen. Für mich absolut gelungen und hat einfach Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen!

Bewertung





Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Mittwoch, 19. November 2014

[Rezension] Der Jahrbuchcode - Petra Mattfeldt





Titel: Der Jahrbuchcode
Autor: Petra Mattfeldt
Band: 1/?
Verlag: Buntstein
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-937357-87-4
Preis: 9,99€

 
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Autor

Petra Mattfeldt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Anfang 2014 erschien ihr Krimidebüt "Sekundentod" um den Lüneburger Kommissar Falko Cornelsen. Seit 2010 veröffentlicht sie außerdem historische Romane unter dem Pseudonym Caren Benedikt.

Inhalt

Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Erster Satz

Als Niklas am ersten Schultag nach den Sommerferien müde die Stufen zu dem alten Bauwerk hinaufstieg, ahnte er noch nicht, dass dieses Jahr das aufregendste in seinem bisherigen Schullebens sein sollte.

Meine Meinung

Hui, das war mal ein richtig toller Jugendkrimi: Ich habe eine Faible für alles, was mit Jahrbüchern zu tun hat und habe mich daher ganz besonders auf diesen Krimi hier gefreut. So ein Jahrbuch bietet doch wirklich spannende Möglichkeiten, oder? Und die Idee hier dahinter hat mir mal echt gut gefallen.

Bei Niklas hatte ich anfangs etwas Probleme, denn teilweise klingt der gute Junge richtig altklug und deutlich erwachsener als er sein sollte. Doch das gibt sich schnell und ich hatte mich eingelesen, vor allen Dingen: Wer kennt die lästige AG-Suche nicht? Da fühlt man sich doch gleich an die alten Zeiten erinnert, oder? Daher fiel der Einstieg nicht schwer, denn jeder von uns kennt den wunderbaren Schulalltag...

Und dann hatte die Autorin mich eigentlich auch schon und es wurde immer spannender! Noch dazu ist es ihr wirklich gelungen, mich so oft auf die falsche Fährte zu locken und manchmal habe ich dann doch auch an einigen Charakteren ziemlich gezweifelt! Als Leserin war ich eindeutig nicht schlauer als Niklas und co, sondern musste immer mit ihnen mit durch alle Schwierigkeiten gehen ohne eine Ahnung von dem Ende zu haben. Dann wird es auch noch gefährlich für alle Beteiligten, es gibt jede Menge Probleme, aber trotzdem knabbern unsere Hobby-Detektive sich bis zum Ende durch und lösen den Fall rund um den Jahrbuchjungen.

Das Buch liest sich einfach gut in Einem weg, der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn Niklas eben manchmal etwas altklug erscheint. Von Eltis hätte ich mir übrigens etwas mehr erwartet, zumindest nach dem, was in der Buchbeschreibung stand, allerdings war der Charakter deutlich weniger ausgearbeitet und gestaltet. Schade, hätte jemand wie Eltis bei richtiger Gestaltung doch definitiv noch mehr in die Geschichte bringen können! So bleibt er, übrigens ebenso wie Philipp (zumindest für mich) recht farblos.

Fazit


Das Ende lässt mich ja auf einen zweiten Band hoffen, das gleich mal vorweg. Und den würde ich auch gerne lesen, denn Der Jahrbuchcode ist ein Jugendkrimi, der Spaß gemacht hat und bei dem ich mehr als einmal auf eine falsche Fährte gelockt wurde. Wer also gerne Jugendkrimis liest, ist hier definitiv nicht verkehrt!

Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt